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Sonntags bleiben die Läden zu

Die Läden in der unteren Altstadt in Bern werden nicht länger und auch nicht sonntags geöffnet haben. Die Kantonsregierung verzichtet wegen mangelnder Nachfrage auf eine Änderung des Gesetzes.

Die Läden in der Berner Altstadt bleiben auch künftig am Sonntag geschlossen.
Die Läden in der Berner Altstadt bleiben auch künftig am Sonntag geschlossen.
Stefan Anderegg

Längere Ladenöffnungszeiten in der unteren Berner Altstadt sind vom Tisch: Dieser Vorstoss kam aus FDP-Kreisen, wurde vom Kantonsparlament 2015 knapp überwiesen, fiel aber bei den direkt Betroffenen durch. Ladenbesitzer in der unteren Altstadt wollten ihre Geschäfte gar nicht länger und auch nicht sonntags geöffnet lassen. Wegen der mangelnden Nach­frage während der Vernehm­lassung verzichtet die Kantonsregierung nun darauf, eine entsprechende Gesetzesänderung auszuarbeiten.

Keine Tourismuszone

In Tourismusgebieten können Ladenöffnungszeiten einfacher liberalisiert werden. Die Berner Altstadt könne aber nicht zu dieser Kategorie gezählt werden, hatte die Kantonsregierung bereits letztes Jahr festgehalten. Deshalb hätten in der unteren Altstadt bloss Familienbetriebe sonntags öffnen dürfen.

Gerade für diese wäre die neue Regelung aber nicht tragbar gewesen. Sie könnten sich unter der Woche keine Angestellten leisten und am Sonntag selber im Laden ­stehen.

Neben den Geschäftsleuten sprachen sich auch Gewerkschaften, kirchliche Kreise, die Stadt Bern, die Altstadtleiste, die Innenstadtorganisation Berncity und diverse politische Parteien gegen die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten aus.

Die Gewerkschaft Unia nahm den Entscheid der Kantonsregierung gestern «mit Freude» zur Kenntnis. Ende Januar hatten rund 50 Gewerbetreibende und Arbeitnehmende der unteren Altstadt gemeinsam mit der Unia vor dem Verwaltungsgebäude gegen das neue Gesetz demonstriert.

mm

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