Zum Hauptinhalt springen

Kein weiterer Schadstoff-Verdacht an städtischen Schulen

Stadtbauten Bern hat bei städtischen 264 Schulanlagen, Kindergärten, Kindertagesstätten und Tagesschulen eine Umfrage zu Geruchsbelästigungen durchgeführt. Diese hat keine weiteren Verdachtsfälle auf Naphthalinbelastungen hervorgebracht.

Im Kindergarten am Haspelweg wurde der Schadstoff Naphthalin zuerst festgestellt.
Im Kindergarten am Haspelweg wurde der Schadstoff Naphthalin zuerst festgestellt.
Susanne Keller

Der Stadtrat überwies am 18. August 2011 eine Motion, welche eine flächendeckende Untersuchung aller städtischen Anlagen auf alle bekannten Bauschadstoffe bis Ende Jahr fordert. Stadtbauten Bern hat deshalb eine Umfrage über bestehende Geruchsbelästigungen, welche mit Bauschadstoffen in Zusammenhang stehen könnten, durchgeführt und die Resultate ausgewertet.

Stadtbauten Bern kündigte am Montag an, in einer ersten Tranche alle Gebäude untersuchen zu wollen, welche durch Kinder und Jugendliche genutzt werden. Es handelt sich dabei um insgesamt 264 Anlagen. Innerhalb dieser ersten Tranche würden jene knapp 100 Anlagen zuerst begangen, welche ein Bau- oder Sanierungsjahr zwischen 1950 und 1980 aufweisen. Der Grund: In diesem Zeitraum wurde der Bauhilfsstoff Naphthalin verbaut.

Die Begehungen aller weiteren durch Personen genutzten Gebäude von Stadtbauten Bern sind nach Abschluss der Untersuchung der ersten Tranche vorgesehen. Die ersten Begehungen durch Spezialisten haben Anfang November begonnen und werden voraussichtlich bis Mitte Dezember dauern. Die Resultate werden durch Stadtbauten Bern laufend erfasst und einer Risikobeurteilung unterzogen. «Erste Zwischenresultate werden im Januar 2012 veröffentlicht», hiess es weiter.

Suche nach verschiedenen Bauschadstoffen

Die von Stadtbauten Bern beauftragten Fachspezialisten nehmen bei der Begehung der Anlagen eine organoleptische Untersuchung vor. Dabei untersucht Stadtbauten Bern die Gebäude nicht nur auf eine allfällige Naphthalinbelastung, sondern auch auf das Vorkommen anderer Bauschadstoffe. Der Katalog der zu prüfenden Stoffe umfasst neben Naphthalin auch Formaldehyd, flüchtige organische Verbindungen (VOC), Holzschutzmittel, Schimmelpilz, Asbest und Radon.

Erste naphthalinbelastete Schulzimmer wurden bereits saniert und können bald wieder für den Schulbetrieb genutzt werden. Seit den Herbstferien fanden in der Schule Manuel in zwei Schulzimmern Bodenerneuerungsarbeiten statt, wobei das vorhandene Naphthalin komplett entfernt wurde. Die Sanierungsarbeiten in der Schule Manuel erfolgten als Pilotprojekt, das aufzeigen soll, wie naphthalinbelastete Räume effizient und nachhaltig von Schadstoffen befreit werden können. Per 1. Dezember 2011 kann der Schulbetrieb in beiden Schulzimmern wieder aufgenommen werden.

Kindergarten Rossfeld wird 2012 saniert

Die gewonnen Erkenntnisse aus der Sanierung der beiden Räume in der Schule Manuel werden für die Sanierung in der Volksschule Hochfeld genutzt, welche zurzeit im Gang ist. Dort werden bis zu den Sportferien im Februar 2012 zwei Zimmer im Untergeschoss umfassend saniert. Dabei wird das Naphthalin ebenfalls vollständig aus den Böden entfernt. Der naphthalinbelastete Kindergarten Rossfeld wird im ersten Semester 2012 saniert.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch