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Kinder müssen an die Leine

Weil im Bümplizer Schlosspark Kinder unter 12 Jahren an der Hand geführt werden müssen, reicht Donnerstagabend Stadtrat Andreas Flückiger eine Interpellation ein. Er findet diesen «Leinenzwang» lächerlich.

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An allen Eingangstoren zum Schlosspark Bümpliz sind Tafeln angebracht. «Hunde an die Leine!» steht unter einem Piktogramm eines Hundes, der an der Leine angebunden ist. Gleich daneben hat die Stadtgärtnerei ein anderes Schild mit einem Piktogramm angebracht, auf dem eine Mutter und ein Vater ein Mädchen und einen Knaben an der Hand halten. Darüber steht «bis 12-j». «Da lacht mein Sohn»Über diesen Leinenzwang ärgert sich der Bümplizer SP-Stadtrat Andreas Flückiger gewaltig: «Noch vor einigen Monaten konnte ich dort meinen Sohn ‹weiden› lassen, doch das ist jetzt leider vorbei», sagt er. Ein solches Verbot findet Flückiger «absolut lächerlich». Denn: «Mein 12-jähriger Sohn Remo geht allein mit der Bahn nach Zürich um Einzukaufen und hier im sicheren Park muss ich ihn an der Hand durch den Park führen.» Das sei eine sehr paradoxe Angelegenheit, meint der Geograph. «Da muss soger mein Sohn, der Präsident des Kinderparlamentes ist, lachen», sagt Andreas Flückiger. «Letztes Jahrhundert»Deshalb kritisiert er die Zustände im Bümplizier Schlosspark. Nach seinen Worten fühlt man sich im neu sanierten Schlosspark Verbots- und Gebotsmässig in die Sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts zurückversetzt. «Kinder sind sind hier offenbar nicht willkommen», bedauert der Bümplizer SP-Stadtrat. Er will dafür kämpfen, dass die Schilder entfernt werden und sein Sohn wieder im wunderschönen Park herumtollen kann. Gefährlicher Weiher?Der Interpellant wollte von der Stadtgärtnerei, die für den Park rund ums Schloss, wo das Zivilstandsamt untergebracht ist, eine Erklärung für den Leinenzwang für Kinder. «Es sei wegen dem gefährlichen Schlossweiher», liess die Stadtgärtnerei verlauten. Gestern ergaben Recherchen dieser Zeitung, dass der zum Teil zugefrorene Weiher zuhinterst im Park eingezäunt ist. Dass der Weiher tatsächlich nicht ganz ungefährlich ist, will eine Nachbarin wissen: «Im letzten Sommer sprangen Kinder hinein und verletzten sich».Der Stadtgärtner-Stellvertreter, Adrian Ulrich, bestätigte am Mittwoch, dass die Schilder wegen dem Weiher angebracht worden sind. Es sei vor Jahren ein Kind ertrunken, meinte er. Und: «Die Schilder sind nur eine Empfehllung an die Eltern, es besteht überhaupt kein Zwang, die Kinder an der Hand durch den Park zu führen.

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