Knackpunkt Aarewelle

Worblaufen

Bei der Planung des Aareraums in Worblaufen stellen sich einige Herausforderungen.

Die geplante Aarewelle in Worblaufen wird zur Pièce de Résistance. Insbesondere die Fischer sind über die künstliche Welle gar nicht begeistert.

Die geplante Aarewelle in Worblaufen wird zur Pièce de Résistance. Insbesondere die Fischer sind über die künstliche Welle gar nicht begeistert.

(Bild: Walter Pfäffli)

Markus Zahno

Surfen erlebt einen Boom. Deshalb soll in der Aare in Worblaufen eine künstliche Flusswelle entstehen. Den Uferschutzplan, der dafür nötig ist, hat das Ittiger Stimmvolk bereits im vergangenen Winter genehmigt. Jetzt soll die konkrete Planung beginnen. Der Gemeinderat beantragt dafür einen Kredit von 470000 Franken, über den die Gemeindeversammlung am 29. November abstimmt.

Die Planung umfasst nicht nur die Flusswelle. Auch der Uferbereich soll umgestaltet werden, zudem sind eine Buvette respektive ein Gebäude für die Wassersportvereine geplant. Die konkreten Pläne sollen bis nächsten August vorliegen, sodass das Volk Ende 2019 über den Baukredit abstimmen kann. Gemäss ersten Schätzungen belaufen sich die Baukosten auf rund 5,7 Millionen Franken. 

Umgesetzt werden sollen die Arbeiten etappenweise, wie die Ittiger Gemeindebehörden am Dienstag an einem Medientermin erklärten. In welcher Reihenfolge Buvette, Aarewelle und die übrigen Projekte an die Hand genommen würden, sei aber noch offen, so Gemeinderat Philipp Roth (Bürgervereinigung).

Fischer wehren sich

Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass die Aarewelle zur Pièce de Résistance wird. Insbesondere die Fischer seien über die künstliche Welle gar nicht begeistert, bestätigt Roth. Überhaupt gelte es, viele Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen. Denn an und in der Aare in Worblaufen tummeln sich Fischer wie auch Hündeler, Spaziergänger wie Velofahrer, Schwimmer wie Kajakfahrer. «Und nicht zu vergessen die Natur, zu der wir ebenfalls Sorge tragen wollen», erklärt Philipp Roth. (maz)

Berner Zeitung

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