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Köniz bekämpft das Pferdeäpfel-Ärgernis

Pferdeäpfel auf den Strassen werden in Köniz zum Ärgernis: Jetzt sicherten Reitstallbesitzer zu, den Mist einzusammeln.

Bei den Fiakerpferden in Wien ist die Sache einfach. «Ziehen die Tiere eine Kutsche, lässt sich ihnen zum Auffangen der Pferdeäpfel problemlos ein Sack anhängen», erklärt die Könizer Gemeinderätin Katrin Sedlmayer (SP). Doch bei Reitpferden sieht die Sache anders aus. Dabei wären Windeln so praktisch.

Ein teurer Spass

Immer wieder gehen auf der Gemeinde Reklamationen wegen Pferdemist auf den Strassen ein. Vor allem auf dem Blinzern-Plateau und an der Schwarzenburgstrasse hinterlassen Pferde gerne ihre Spuren. Speziell von den Velofahrern werden die braunen Äpfel gar nicht geschätzt.

Zuerst klärte die Gemeinde ab, wie aufwendig es wäre, die Pferdeäpfel selber zu beseitigen. «Aber das wäre teuer geworden», sagt Sedlmayer. Hätten Erwerbslose drei Mal pro Woche für vier Stunden geputzt, hätte dies Köniz jährlich rund 20'000 Franken gekostet. «Das Einsammeln braucht Zeit, denn man weiss ja nie genau, wo der Pferdemist liegt», gibt Sedlmayer zu bedenken. Das war der Gemeinde dann doch zu teuer. «Für jeden Hund kriegen wir 100 Franken Hundesteuer.» Doch für Pferde erhalte man kein Geld. «Deshalb kann es nicht sein, dass die Gemeinde ausschliesslich für diese Arbeit zuständig ist.»

Regeln vereinbart

Die Reiter haben keine Chance, die Fäkalien ihrer Tiere wie die Hundebesitzer in ein Säckli zu verpacken und dann in einen «Robi-Horse» zu werfen. «Insbesondere auf Hauptstrassen können sie nicht einfach rasch absteigen, zumal Pferde Fluchttiere sind», sagt Sedlmayer.

Eine Lösung gibt es jetzt trotzdem. Die Gemeinde hat mit den Stallbesitzern Regeln vereinbart. Die am stärksten betroffenen Routen sollen zwei bis drei Mal pro Woche geputzt werden. Ein Bauer aus der Blinzern, selber Reiter und Boxenvermieter, wird zudem als Ansprechpartner dienen. «Wir bezahlen dafür nichts», sagt Sedlmayer. Auch einen Plan mit Routen für Ausritte hat man zusammen entworfen. Um den Äpfeln Herr zu werden, sollen die Routen möglichst über naturnahe Wege und Strassen führen.

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