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Köniz will Gutscheine einführen

Köniz übernimmt vom Verein Kibe die Anlaufstelle, die die Plätze in den Kitas und Tagesfamilien zuteilt. Denn ab 2019 soll auch in der Berner Vorortgemeinde das System mit Betreuungsgutscheinen gelten – als einer der ersten im Kanton.

«Wir sind die erste grössere Gemeinde im Kanton, die nach der Stadt Bern auf das neue System setzen will.»
«Wir sind die erste grössere Gemeinde im Kanton, die nach der Stadt Bern auf das neue System setzen will.»
Thomas Brönnimann

Auf den ersten Blick schien es, als ob Köniz einen rein organisatorischen Wechsel bekannt machen wollte. Gestern gab die Berner Vorortgemeinde bekannt, dass sie die Aufgaben im Bereich der Kindertagsstätten (Kita) und Tagesfamilien neu ordnen wolle.

Schon ab Anfang April ist nicht mehr der Verein Kibe plus für die Anlaufstelle verantwortlich, welche die Wartelisten führt, die Plätze zuteilt und weitere administrative Arbeiten erledigt. Die Behörden lassen den entsprechenden Leistungsvertrag auslaufen und integrieren die Arbeiten in die Verwaltung, wofür sie eine Stelle schaffen.

Als Grund für diesen Schritt nennt das Communiqué die Absicht, und jetzt kommts, «auf 2019 das neue Finanzierungssystem in Form von Betreuungsgutscheinen einzuführen». Den Weg zu diesem Modell, in dessen Rahmen die Eltern für die Kinder­betreuung Gutscheine von den Gemeinden erhalten und diese bei der Kita ihrer Wahl einlösen können, hat der Regierungsrat zwar im Sommer geebnet.

Doch jetzt merkt in Köniz Gemeinderat Thomas Brönnimann (GLP) hörbar stolz an: «Wir sind die erste grösser Gemeinde im Kanton, die nach der Stadt Bern auf das neue System setzen will.»

Mit Mehrausgaben muss die Gemeinde nicht rechnen. Das gilt kurzfristig für die Neuorganisation der Anlaufstelle genauso wie mittelfristig für die Lösung mit den Gutscheinen. Während das Geld für die Anlaufstelle neu in der Verwaltung bleibt, statt zum Verein Kibe plus zu fliessen, soll das System mit den Gutscheinen die heutigen Subventionen für die Kita-Plätze ablösen.

Auch der Verein profitiert

Auch der Verein Kibe plus soll von all den Veränderungen profitieren. Er verliert zwar eine Aufgabe, gleichzeitig tut sich ihm aber ein neues Tätigkeitsfeld auf: Weil er neuerdings keine Plätze mehr zuteilt, darf er neben subventionierten auch wieder private Kita-Plätze anbieten.

Darauf musste er seit gut drei Jahren verzichten: Nachdem im Könizer Parlament Vorwürfe laut geworden waren, der Verein missbrauche sein Monopol und bevorzuge bei der Zuteilung die eigenen privaten Plätze, musste er dieses Geschäft fahren lassen.

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