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Kommentar: Powerplay mit Tücken

Für das Tram Region Bern gibts neuerdings auch nach 2014 Bundesgelder. Die Behörden haben falsch informiert.

Diesmal könnte der Schuss nach hinten losgehen. Monatelang fochten die Befürworter mit dem Argument für das Tram Region Bern, dass vom Bund nur eine begrenzte Zeit lang Geld zu bekommen sei. Wenn mit dem Bau der Tramlinie von Ostermundigen über den Bahnhof Bern bis nach Köniz und Schliern nicht vor Ende 2014 begonnen werde, falle diese dringend benötigte finanzielle Unterstützung weg. Von einem «einmaligen Zeitfenster» war die Rede in den immer wiederkehrenden Botschaften, die einerseits überzeugen, andererseits aber vor allem Druck aufbauen sollten. So ist es nun umso peinlicher, dass sich genau diese Behauptung als falsch erweist. Auf Betreiben der FDP, die das 550-Millionen-Projekt seit je kritisch beäugt, hat der Bundesrat klargemacht: Geld gibts auch 2015 noch. Oder sogar noch später.

Die Falschinformation,die von den Behörden in Ostermundigen, Bern und Köniz genauso verbreitet worden ist wie von der federführenden Direktion von Regierungsrätin Barbara Egger, ist nicht nur peinlich, sie kann auch verheerende Folgen haben. Immerhin ist das Vorhaben nicht unumstritten. Und immerhin ist ein Ja aus allen drei Gemeinden nötig, damit die Tramschienen überhaupt verlegt werden können.

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