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Kulturland im Gürbetal ist gefährdet

Auf einer Landparzelle entlang der Verbindungsstrasse Kirchenthurnen– Mühledorf wird seit Mai lastwagenweise Erdmaterial aufgeschüttet. Dahinter steht ein Pilotprojekt zur Rettung des absinkenden Kulturlandes.

Wozu die vielen Anfuhren von Erdmaterial schon seit Monaten? Das haben sich manche Passanten in Mühledorf schon gefragt. Seit der Güterzusammenlegung mitsamt Einbau von Drainageröhren vor bald 70 Jahren sinken die Oberflächen des Kulturlandes stetig ab. Der Hauptgrund liegt im Humusabbau der Torf- und Moorböden. Dies hat zur Folge, dass die während der Melioration zwei Meter tief eingelegten Drainageröhren heute teils nur noch in einer Tiefe von weniger als einem Meter liegen. So können sie das Oberflächenwasser nicht mehr ableiten.

«Es besteht zudem die Gefahr, dass die schweren Mähdrescher die Drainageleitungen erdrücken, sagt Rudolf Scheidegger, Präsident der Flurgenossenschaft Thurnen (FGT). Dazu Werner Rohr von der Geotest AG: «Die Sorgen der FGT mit dem Bodenschwund sind begründet und nachvollziehbar. Ohne Bodenverbesserungsmassnahmen verliert der Boden seine Fruchtbarkeit.» Den zuständigen kantonalen Stellen für den Bodenschutz ist dieses Problem bekannt. Sie bearbeiten deshalb ein Konzept, das die Verwertung von geeignetem Bodenaushub in Gebieten mit Bodenschwund fördert. Entstanden ist das Pilotprojekt aus einem Vorstoss seitens der FGT. Begleitet wird das Projekt unter anderem von der Geotest AG, dem kantonalen Amt für Landwirtschaft und Natur und dem kantonalen Amt für Wasser und Abfall.

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