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Kunst – nicht nur für das Quartier

Auf dem Weg von Köniz nach Niederwangen dürfte den Auto- und Velofahrern künftig eine Skulptur auffallen: Im Kreisel am Ortseingang wird ein Kunstwerk gesetzt. Die Enthüllung ist für Juni geplant.

Der Kreisel auf der Landorfstrasse wird bald von einer Skulptur geschmückt.
Der Kreisel auf der Landorfstrasse wird bald von einer Skulptur geschmückt.
Susanne Keller

Gesuchsteller ist die Gemeinde Köniz, Projektverfasser die SMT AG Ingenieure + Partner Niederwangen: So steht es in einem Baugesuch, welches noch bis zum 13. März 2017 bei der Gemeinde aufliegt. Ein Kunstwerk soll den kürzlich erstellten Kreisel am Eingang zu Niederwangen verschönern.

Überraschungseffekt

Auf die Nachfrage, was genau diesen Kreisel schmücken soll, gibt sich die zuständige Gemeinderätin Katrin Sedlmayer (SP) jedoch bedeckt. Sie möge den Überraschungseffekt bei der Enthüllung vom 13. Juni 2017 nicht zerstören, argumentiert sie. Einiges lässt sie sich dennoch entlocken: Es soll eine Skulptur aus Stahl sein, gestaltet von Alvar Neuenschwander. Und weil der Kreisel den Zugang zur neuen Siedlung Papillon bilden werde, sei die Form eines Schmetterlings erkennbar, so Sedlmayer. Neben dem Ried wird in Etappen eine Siedlung mit bis zu tausend Wohnungen gebaut.

Um ein passendes Kunstwerk zu finden, lud die Gemeinde auf der einen Seite drei Künstler zu einem Wettbewerb ein. Empfohlen worden waren diese von der kantonalen Kunstkommission. Das Werk soll den Übergang vom Land in die Ortschaft markieren und auf der Strecke von Köniz nach Niederwangen den Eingang zu den Quartieren Ried und Papillon ankünden.

Teilgenommen haben Künstler aus Thörishaus, aus Bern und aus dem Raum Zürich. Auf der anderen Seite bewerteten Vertreter der Gemeinde, der Infrastrukturgenossenschaft Papillon und des Ortsvereins Niederwangen die eingereichten Projekte. Schliesslich kürten sie die Skulptur des Zürcher Künstlers Alvar Neuenschwander zum Sieges­objekt.

Kosten werden geteilt

Da sich der Kreisel auf einer ­Gemeindestrasse befindet, muss Köniz die Kosten übernehmen. Jedoch übernimmt die Infrastrukturgenossenschaft Papillon die Hälfte der Kosten, die sich insgesamt auf 80 000 Franken belaufen.

Im Jahr 2011 hat der Gemeinderat beschlossen, Kreisel nicht mit der Hilfe von Sponsoren zu gestalten und zu finanzieren. Das Parlament stützte im Anschluss diesen Entscheid. Der Aufwand sei grösser als der Nutzen, wurde argumentiert. Grosse Firmenschilder und im Kunstwerk eingeflochtene Werbung dürften die Autofahrer entsprechend nicht ablenken.

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