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Kunstmuseum schafft Raum für Gegenwartskunst

Das Kunstmuseum Bern will in seinem eigenen Gebäude Platz für die Abteilung Gegenwartskunst schaffen. Dazu soll ein Geschoss umgenutzt werden, das heute unter anderem von der Administration und vom Kino Kunstmuseum genutzt wird.

Schafft Raum für Gegenwartskunst: Das Kunstmuseum Bern.
Schafft Raum für Gegenwartskunst: Das Kunstmuseum Bern.
Christian Pfander

Zur Diskussion stand auch die Möglichkeit, die Gegenwartskunst im Atelierhaus Progr am Waisenhausplatz unterzubringen. Es habe sich aber letztlich gezeigt, dass die Variante «Kunstmuseum» die bessere sei, sagte Christoph Schäublin, Präsident des Stiftungsrats des Kunstmuseums, am Montag auf Anfrage.

Im PROGR will sich das Kunstmuseum indessen mit einer Art «Schaufenster» präsentieren. Damit wolle man Verbundenheit und Solidarität mit dem «innovativen Kunst- und Kulturzentrum» zeigen, schreiben die Museumsverantwortlichen in einer Mitteilung.

Kostengünstiger

Mit der «alles-unter-einem-Dach-Lösung» schafft sich das Kunstmuseum gemäss Schäublin gute Voraussetzungen für einen kostengünstigen Betrieb. Nicht zuletzt entstehen auch keine zusätzlichen Mietkosten, wie etwa im Progr.

Auch die Idee, Gegenwartskunst im Kontext der historischen Kunst zu zeigen, liesse sich so verwirklichen. Ausserdem erfüllten die Räume im Kunstmuseum bereits die Anforderungen an Sicherheit, Statik und Klimatisierung.

Mit dieser Lösung würde auch einem Verbleib des Instituts für Kunstgeschichte nichts im Weg stehen. Das Kino fände, allerdings in modifizierter Form, ebenfalls noch Platz.

Das Überraschende an der nun favorisierten Lösung sei, dass sie so viel Platz biete, führte Schäublin aus. Damit könne das Kunstmuseum ähnlich viel Gegenwartskunst zeigen, wie in jenem vor rund einem Jahr aus Kostengründen nicht realisierten Erweiterungsbau.

Entscheid bis Ende Jahr

Der Stiftungsrat hat nun das Architekturbüro, von dem das Projekt zur Umnutzung der bestehenden Räume stammt, beauftragt, die Vorschläge weiter zu konkretisieren. Auf dieser Grundlage will der Stiftungsrat voraussichtlich bis Ende Jahr dann definitiv entscheiden.

Zu möglichen Kosten äusserte sich Schäublin auf Anfrage nicht. Bevor man Kosten beziffern könne, brauche es zunächst ein im Detail ausgearbeitetes Projekt.

Das Kunstmuseum ist seit geraumer Zeit daran, geeignete Räume für seine Abteilung Gegenwartskunst zu finden. Ursprünglich wäre ein Erweiterungsbau am Aarehang geplant gewesen. Wegen erheblicher Mehrkosten wurde dieses Projekt aber letzten Sommer abgeblasen.

SDA

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