Lärm und Alkohol beschäftigen Polizei in Silvesternacht

Die Berner Kantonspolizei musste in der Silvesternacht 60 Mal ausrücken. In den meisten Fällen ging es um Streitereien, unanständiges Benehmen und Lärm.

Rund 230 Meldungen sind bei der Kantonspolizei Bern bis Dienstagmorgen eingegangen. (Symbolbild)

Rund 230 Meldungen sind bei der Kantonspolizei Bern bis Dienstagmorgen eingegangen. (Symbolbild)

(Bild: Keystone)

In der Silvesternacht haben Polizeien und Blaulichtorganisationen in der ganzen Schweiz reichlich Arbeit gehabt. Die Berner Kantonspolizei meldete auf Twitter rund 230 Meldungen zwischen Montagabend und Dienstagmorgen. Polizistinnen und Polizisten hätten wegen Streitereien, unanständigem Benehmen und Lärm gegen 60 Mal ausrücken müssen. Über gravierende Vorfälle war bis Dienstagmittag nichts bekannt.

Unfall im HB Zürich

Im Kanton Zürich beschäftigten Ruhestörungen, Unfug, Streitereien und einzelne Anrufe wegen Beschädigungen die Polizei. Im Hauptbahnhof wurden neun Personen verhaftet oder vorübergehend in Gewahrsam genommen. Gründe waren Alkoholkonsum, Gewalt und Drohung gegen Beamte sowie Diebstahl.

Eine junge Frau und ein Mädchen musste zur Kontrolle ins Spital, weil Feuerwerkskörper sie im Gesicht getroffen hatte. Die 19-jährige Frau verunfallte in Zürich-Affoltern, das Mädchen im Stadtzürcher Kreis 7, wie die Stadtpolizei schrieb.

Die Polizei markierte wegen des «Silvesterzaubers» Präsenz im Hauptbahnhof. Dort ereignete sich zudem ein Unfall: Ein Mann, der auf einem Rolltreppengeländer abrutschen wollte, verlor das Gleichgewicht und stürzte rund fünf Meter in die Tiefe auf ein Perron. Mit unbestimmten Verletzungen wurde er ins Spital gebracht.

Abgebranntes Feuerwerk führte zu kleineren Bränden mit Sachschaden. Die Feuer waren jeweils rasch gelöscht. Auch die Stadtpolizei Zürich hatte bis am Vormittag keine Kenntnis von gravierenden Vorfällen in der Silvesternacht. In Zürich schauten sich rund 150'000 Personen das «Silvesterzauber»-Feuerwerk über dem Seebecken an.

Mehrere Verletzte im Wallis

Die Polizeien, die Sanitätsteams und da und dort auch die Feuerwehren bekamen in der Silvesternacht nach eigenen Angaben einiges zu tun, namentlich wegen Streitereien, Lärms und übermässigen Alkoholkonsums. In einem Lokal in Evolène VS verletzten sich mehrere Menschen bei der Explosion eines Knallkörpers.

Sie wurden von herumfliegenden Scherben getroffen und wurden in Spitäler gebracht, wie die Walliser Kantonspolizei mitteilte. In Lebensgefahr sei keiner der Verletzten. Ebenfalls im Wallis, in Erde bei Conthey, erlitt ein 17-jähriger Jugendlicher bei einem Sturz einen Abhang hinunter schwere Verletzungen.

Farbbeutel geworfen

Auf der Polizei-Einsatzzentrale in Basel-Stadt gingen bis zum Neujahrsmorgen rund 120 Notrufe ein. 55 davon führten zu einem Polizeieinsatz. Die Sanität hatte 29 Notfall-Einsätze zu bewältigen und die Basler Berufsfeuerwehr deren sieben, wegen kleineren Bränden.

Auf den Basler Strassen waren Polizeipatrouillen zu Fuss und im Auto ununterbrochen im Einsatz. Krakeelende Menschen, Lärm, Streit und Schlägereien beschäftigten die Ordnungshüter, wie das Justiz- und Sicherheitsdepartement Basel-Stadt am Dienstag mitteilte.

Sanitäterinnen und Sanitäter mussten mehrheitlich Menschen betreuen, die zu viel Alkohol oder Drogen intus hatten. In zwei Fällen leisteten sie Personen Hilfe, die in Schlägereien verwickelt gewesen waren. Das Gebäude der Polizeiwache Clara wurde mit Farbbeuteln beworfen.

Brand in Tiefgarage

Im Kanton Schwyz gingen bis am Neujahrsmorgen bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Schwyz zwei Dutzend Meldungen ein, meist wegen Streitigkeiten, Nachtruhestörungen, abgeschossenem Feuerwerk oder angetrunkenen Personen. Eine Frau wurde in Goldau wegen übermässigen Alkoholkonsums in Gewahrsam genommen.

In Pfäffikon SZ musste die Feuerwehr in einer Tiefgarage einen Brand löschen und Rauch absaugen. Ursache war eine Feuerwerkspackung, die nach dem Abfeuern im Freien in der Garage deponiert worden war. Über 20 Autos müssen nach dem Feuerwehreinsatz gereinigt werden.

tag/sda

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