Zum Hauptinhalt springen

Lärmverfahren gegen «Bonsoir» eingestellt

Das Lärmverfahren gegen den Klub «Bonsoir» wird von den Behörden eingestellt. Die Betreiber wollen sich weiterhin für das Berner Nachtleben einsetzen.

Steht am DJ-Pult des Bonsoirs künftig niemand mehr bis um 5 Uhr?
Steht am DJ-Pult des Bonsoirs künftig niemand mehr bis um 5 Uhr?
Claudia Salzmann

Seit 2009 lief gegen das «Bonsoir» ein Lärmverfahren. Beschwerdeträger war ein Anwohner. Dieser wohnte in der gleichen Liegenschaft Nummer 33-35 in der Aarbergergasse und sei vor rund einem Jahr weggezogen, nachdem er mit einer zivilrechtlichen Klage vor dem Mietamt gescheitert war.

Am Donnerstagvormittag wurde vom Regierungsstatthalteramt in einer Verfügung mitgeteilt, dass das von den Behörden seither gleichwohl weitergeführte Verfahren eingestellt werde – es werden keine Verwaltungszwangsmassnahmen angeordnet. Dies aufgrund der proaktiven Kooperation und der seit 2009 punktuell getroffenen Lärmschutzmassnahmen seitens des Bonsoirs, teilen die Klubbetreiber mit. Die Umsetzung weitergehender Lärmschutzmassnahmen (Isolierung der Bausubstanz, Lärmschleusen usw.) erachte das Regierungsstatthalteramt als unverhältnismässig.

Reicht ein Kläger für den Garaus?

Die Bonsoir-Betreiber bewerten diesen Entscheid als positiv. «Dennoch wollen wir uns weiterhin aktiv an vorderster Front und im Schulterschluss mit anderen Szeneakteuren für das Nachtleben in Bern einsetzen.» Angesichts der herrschenden Gesetze gelte für kein Lokal Rechtssicherheit. Wie das Beispiel Sous-Soul zeigte, reiche ein Kläger, um einem Nachtlokal den Garaus zu machen.

Das Nachtleben werde in Bern immer noch als Problem betrachtet, der kulturelle, soziale und wirtschaftliche Mehrwert der Nachtleben-Szene und die sich daraus ergebenden Chancen werden von der Politik weiterhin nicht oder zu wenig ernst genommen. Vom Gemeinderat erwarten die Bonsoir-Betreiber eine klare Nachtleben-Strategie, welche Rechtssicherheit bringe und der Entfaltung des kulturellen Lebens in der Stadt Bern Raum gebe.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch

Mehr zum thema