Zum Hauptinhalt springen

Lehrwerkstätten Bern: Neuer Name und neues Profil

Die Lehrwerkstätten Bern haben sich einen neuen Namen gegeben. Sie heissen neu Technische Fachschule Bern. Ausserdem will sich die 126-jährige Institution vermehrt auf die sogenannten MINT-Fächer und Cleantech ausrichten.

Die Ausbildungsstätte will sich vermehrt auf die MINT-Fächer konzentrieren. Damit sind die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik gemeint.
Die Ausbildungsstätte will sich vermehrt auf die MINT-Fächer konzentrieren. Damit sind die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik gemeint.
Andreas Blatter
Schreinerlehrlinge gestalten Greifvögel für die Wildstation Utzenstorf. Auch die Bildungspläne der Schule sollen angepasst werden.
Schreinerlehrlinge gestalten Greifvögel für die Wildstation Utzenstorf. Auch die Bildungspläne der Schule sollen angepasst werden.
Urs Baumann
Schlosserlehrlinge von 1928: Frauen waren damals an den Lehrwerkstätten Bern  eine grosse Ausnahme. Auch heute hätte die Schule gerne mehr Bewerbungen von Mädchen und Frauen.
Schlosserlehrlinge von 1928: Frauen waren damals an den Lehrwerkstätten Bern eine grosse Ausnahme. Auch heute hätte die Schule gerne mehr Bewerbungen von Mädchen und Frauen.
zvg
1 / 3

Den Namenswechsel nahm die auch als «Lädere» bekannte Institution vor, weil der Begriff «Lehrwerkstätte» etwas verstaubt sei und der neue Name besser zum aktuellen und künftigen Umfeld der Schule passe. Das gab die Direktion der Schule am Donnerstag bekannt.

Mit den MINT-Fächern sind die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik gemeint. Schuldirektor Andreas Zysset sagte dazu auf Anfrage, mit der vermehrten Ausrichtung auf diese Fächer und auf Cleantech erhoffe sich die Schule mehr Bewerbungen insgesamt und mehr Bewerbungen von Mädchen und Frauen.

Laut Zysset sind die Bildungspläne der Technischen Fachschule Bern aber noch nicht entsprechend angepasst worden. Das müssten die Lehrpersonen erst noch tun. Dieser Prozess werde drei bis vier Jahre dauern. Cleantech bezeichnet eine die Ressourcen schonende und nachhaltige Art des Wirtschaftens.

Wort «Lädere» soll bleiben

Die Technische Fachschule Bern bildet in sechs Berufsfeldern rund 525 Lernende aus, dazu kommen Kurse mit 200 Teilnehmern pro Jahr. In der höheren Berufs- und Weiterbildung zählt die Schule mit Standorten in den Quartieren Lorraine und Felsenau jährlich rund 110 Studierende. Seit 2001 gehört die Institution dem Kanton Bern.

«Lädere» heisst sie umgangssprachlich, weil sie 1888 mit einer Schreiner- und eine Schuhmacherklasse startete. Die Schuhmacher verarbeiteten Leder. Diesen Zweitnamen dürfe man auch in Zukunft brauchen, sagte Schulratspräsident Alfred Marthaler am Donnerstag. «Das Wort ,Lädere' wollen wir nicht abschaffen.»

SDA/tan

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch