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Loubegaffer: WM-Eröffnung mit dem russischen Botschafter

Die Loubegaffer schauen hin, hören zu und rapportieren, was unter den Berner Lauben zu reden gibt. Diesmal waren sie in der russischen Botschaft.

Gelungener WM-Auftakt:?Bundesrat Ueli Maurer und Sergei Garmonin,  russischer Botschafter in Bern, im Bellevue Palace.
Gelungener WM-Auftakt:?Bundesrat Ueli Maurer und Sergei Garmonin, russischer Botschafter in Bern, im Bellevue Palace.
Keystone
Im Arbeitskittel: André Lüthi ist neu Botschafter der Bäcker.
Im Arbeitskittel: André Lüthi ist neu Botschafter der Bäcker.
pd
Anno 1998: Alexander Dal Farra und Anton Gäumann eröffnen den ersten Onlineshop der Migros.
Anno 1998: Alexander Dal Farra und Anton Gäumann eröffnen den ersten Onlineshop der Migros.
pd
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Seit dem grandiosen 1:1 der Schweizer Nati gegen Brasilien hat die WM-Euphorie auch die Loubegaffer gepackt. Resultatmässig noch besser gestartet sind die Russen mit ihrem 5:0 gegen Saudiarabien. Das freute am Donnerstag ganz besonders den russischen Botschafter Sergei Garmonin. Er hatte zur WM-Eröffnung 350 Gäste ins Berner Bellevue Palace ­geladen. Er trug die Botschafteruniform seines Landes und konnte gegen ­Ende des Spiels auch Bundesrat Ueli Maurer begrüssen. Prominentester Gast war indes die ­russi­sche Eis­hockeylegende Slawa Bykow.

In seiner Ansprache beschwor Garmonin die 1000-jährige ­stolze Geschichte Russlands. Und geisselte die Wirtschaftssanktionen gegen sein Land ­wegen der Annexion der Krim als Verstoss gegen internationales Recht. Es freute die Loubegaffer, dass die Russen sich darauf berufen. Wo sich Präsident Wladimir Putin sonst doch so ziemlich darum schert. Generell hatten die Loubegaffer beim Empfang den Eindruck, dass bei den russischen Gästen trotz des ­klaren Siegs ihrer Mannschaft keine Ausgelassenheit aufkam. Irgendwie muss es einem aufs Gemüt schlagen, wenn man in einem Land lebt, das von einem Autokraten geführt wird, dachten sich die Loubegaffer.

Auch der Berner Unternehmer André Lüthi ist neuerdings Botschafter. Allerdings ohne staat­liche Weihen. Der nicht medienscheue Globetrotter-Präsident wurde vom Bäcker-Confiseurmeister-Verband zum «Ambassadeur du pain et chocolat» ­ernannt. Er soll als Botschafter für die unter Nachwuchs­sorgen ­leidende Branche wirken. Lüthi schloss eine Lehre als Bäcker-Confiseur ab, stieg dann kurz danach ins Reisebusiness ein. Und Lüthi ­wäre nicht Lüthi, wenn er nicht schon die nächste Aktion in ­Angriff nähme: Heute fliegt er in den Iran ab. Zusammen mit Globetrotter-Chef Dany Gehrig will er innert eines Monats den höchsten Vulkan in Asien und den höchsten Vulkan in Afrika mit dem Bike erklimmen. Ein Rappen pro Höhenmeter fliesst an die Stiftung von Adolf Ogi.

Vergangene Woche ­erspähten die Loube­gaffer im Hotel Bern zwei Stadträtinnen aus dem links­grünen Spektrum, die um 11 Uhr vormittags mit einem Glas Bier anstiessen. ­Feiern sie etwa die klare Dominanz ihrer Parteien in der Berner Stadtpolitik?, fragten sich die Loubegaffer. Doch dem war nicht so: Stadtratspräsidentin Regula Bühlmann (Grüne) und Stadt­rätin Patrizia Mordini (SP) verrichten ihre Lohnarbeit für die Gewerkschaften. Sie stiessen am Mittwoch zur Lancierung des Lohngleichheitsbiers, das die ­Gewerkschaften für ihre Kampagne brauen liessen, an.

Schliesslich sind die Loubegaffer auf ein Bild gestossen, das sie den Lesern nicht vorenthalten ­möchten. Es stammt aus der ­Jubiläumszeitschrift zu 20 Jahre ­Migros Aare und zeigt Anton Gäumann, den heutigen Chef der Migros Aare, und Alexander Dal Farra im Jahr 1998 bei der Lancierung des ersten Migros-Onlineshops. Wie doch die Zeit vergeht.

Die Loubegafferschauen hin, hören zu und rapportieren, was unter den Berner Lauben zu reden gibt. stadtbern@bernerzeitung.ch

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