Zum Hauptinhalt springen

Luft wird automatisch überwacht

Das Bundesamt für Gesundheit errichtet in Meikirch beim Schulhaus Gassacker einen Container, um die Radio­aktivität in der Luft zu messen. Die Station ist Teil eines neuen ­nationalen Messnetzes.

Der Container zur Messung der Radio­aktivität in der Luft wird in Meikirch nicht wegen eines Vorfalls aufgestellt (Symbolbild).
Der Container zur Messung der Radio­aktivität in der Luft wird in Meikirch nicht wegen eines Vorfalls aufgestellt (Symbolbild).
Adriana Bella

«Aufstellen eines Messcontainers»: So ist das Baugesuch im «Anzeiger Region Bern» umschrieben. Standort des Containers ist die Schule Gassacker in Meikirch, Bauherrschaft das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Die Messungen hätten etwas mit Radioaktivität und dem Atomkraftwerk Mühleberg zu tun, heisst es auf der Gemeindeverwaltung Meikirch, und man verweist auf das BAG.

Grund zur Besorgnis gibt es keine, der Container wird nicht wegen eines Vorfalls aufgestellt. Das Bundesamt für ­Gesundheit betreibe ein automatisches Messnetz zur Über­wachung der Radioaktivität, schreibt die BAG-Medienstelle. Und dieses Messnetz werde zurzeit erneuert (Uranet). Meikirch sei einer dieser insgesamt 15 geplanten Standorte.

AKW-Nähe ist wichtig

Die Stationen decken das ganze Land ab und messen sowohl die natürlich vorhandene Radioaktivität als auch jene künstlichen Ursprungs. Bei der Standortwahl der Messcontainer spielen die Nähe zum AKW und die Hauptwindrichtungen eine Rolle. Deshalb stehe Meikirch in generellem Zusammenhang mit dem AKW Mühleberg, der anstehende Rückbau habe jedoch keinen direkten Einfluss gehabt, erklärt die BAG-Medienstelle. Weitere Faktoren bei der Standortwahl seien die Bevölkerungsverteilung oder mögliche Quellen von ­Radioaktivität wie etwa Spitäler mit Nuklearmedizin und Forschungsinstitute, in denen sogenannte Radionuklide verwendet werden.

Das Messgerät wird in den nächsten 15 Jahren die Konzentration dieser Radionuklide alle fünf Minuten messen. Die Daten lassen dabei Rückschlüsse auf die Quelle zu. Es gibt dabei verschiedene Schwellen, die eine sofortige Alarmierung beim BAG oder sogar bei der nationalen Alarmzentrale auslösen.

Die Kosten für diese Überwachung tragen der Bund und die Betreiber der Atomkraftwerke. Die Gesamtkosten können erst berechnet werden, wenn das ganze Netz installiert ist. Neben den Messungen in der Luft überwacht das BAG ebenfalls die Radioaktivität von Flüssen, insbesondere in der Aare und im Rhein.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch