Fast wie ein richtiger Heimsieg

Innertkirchen

Viel Jubel beim Sieg von Christian Stucki in Zug. Der neue Schwingerkönig gehört auch ein wenig zum Oberhasli.

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Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest fand auch ein bisschen in Innertkirchen statt, die Gemeinde hatte ein Public Viewing organisiert. Allerdings sah man vom Fest nur so viel, wie das Schweizer Fernsehen zeigte. Und da fehlte auf der Grossleinwand halt manchmal schon ein bisschen der Bezug zum Oberhasli, der kleinen Region, die gleich drei ganz Böse nach Zug geschickt hatte. Das beim Grimseltor aufgestellte Festzelt wirkte beim Anschwingen am Samstag um acht Uhr doch noch ziemlich leer, obschon ganz sicher war, dass die ersten Gänge des Königsstitel-Verteidigers Matthias Glarner und seines Cousins Simon Anderegg auf dem Bildschirm zu sehen sein würden.

Schwingen statt Unterricht

Einer, der auf dem Bildschirm ganz am Anfang des Festes zu sehen war, gehört auch irgendwie nach Innertkirchen: Der Zuger Regierungsrat und OK-Präsident ist in Innertkirchen heimatberechtigt. Vier Jungschwinger setzten sich auf die Liegestühle vor der Leinwand und beschlossen, das Anschwingen unbedingt abzuwarten, obschon der kirchliche Unterricht anstand. Bereit und gut organisiert war die Festwirtschaft, welche vier junge Männer übernommen haben; am Abend nach dem Schlussgang waren sie zufrieden.

Die Aufmerksamkeit der Gäste war am Samstagvormittag übrigens geteilt. Die Teilnehmer des Alpenbrevet-Velorennens kamen auf den Strassen vor dem Festzelt vom Sustenpass her und fuhren Richtung Grimsel. Am Abend, als sich die Schwinger in Zug von den ersten vier Gängen erholten, feierte Brigitte Leuthold, die Leiterin des Tourist Center Grimseltor, im Schwingfestzelt in Innertkirchen mit Freunden ihren Sieg beim Alpenbrevet.

Dann kam der Jubel

Gegen Ende des Schwingfests am Sonntag tauchten dann viele Besucher auf, und auch die Oberhasler Schwinger waren wieder vermehrt präsent auf der Grossleinwand. Insbesondere der Hasliberger Kilian von Weissenfluh, der in Zug keinen einzigen Gang verloren hat, wobei seine Siege und Gestellten meistens nicht vor der Fernsehkamera stattfanden. Bei seinem Sieg über Marco Fankhauser im achten Gang wurde im Festzelt geklatscht, aber noch nicht gejubelt. Man hatte ja noch die doch schwierigen Gänge von Glarner und Anderegg zu verdauen.

Den grossen Jubel heimste dann aber Christian Stucki ein. Man mag ihn als feinen Menschen, und irgendwie ist er auch ein bisschen ein Innertkirchler. Seine Tante lebt hier, und er wurde kürzlich vor dem Veloladen 2-Rad-Center von Martin Schild gesehen, worauf einige örtliche Jungschwinger dem Vernehmen nach fast aus dem Häuschen gerieten.

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