Zum Hauptinhalt springen

Mehr als 7000 Kurzfilme beim «shnit» eingereicht

Mehr als 7000 Filme wurden dieses Jahr beim Kurzfilmfestival Shnit eingereicht. Erstmals ist auch Moskau «Playground» des Festivals.

Die Eröffnung des Kurzfilmfestival Shnit von vergangenem Jahr in der Heiliggeistkirche in Bern.
Die Eröffnung des Kurzfilmfestival Shnit von vergangenem Jahr in der Heiliggeistkirche in Bern.
Susanne Keller

Für das in Bern entstandene internationale Kurzfilmfestival shnit sind dieses Jahr erstmals mehr als 7000 Filme eingereicht worden. Das gaben die Organisatoren am Mittwoch wenige Wochen vor Beginn der zwölften Ausgabe bekannt.

Weltweit überschritten nur sieben der 3000 Filmfestivals diese Grenze. Das sagte Festivaldirektor Olivier van der Hoeven bei der Vorstellung des diesjährigen Programms vor den Medien in Bern. Die 7102 eingereichten Kurzfilme stammen aus 136 Ländern.

Damit geht die Expansion des Festivals, das 2003 als bunter Abend im alternativen Berner Kulturzentrum Reitschule begann, weiter. Damals hatte die Jury nur 200 eingereichte Filme zu visionieren. Auch räumlich breitet sich shnit weiter aus: In diesem Jahr ist die russische Hauptstadt Moskau erstmals ein sogenannter «Playground».

Weltweit gibt es nun insgesamt acht Spielorte. Die verschiedenen Festivalpreise werden seit 2013 in New York verliehen. Mit einem Budget von 1,2 Millionen Franken arbeitet shnit dieses Jahr.

Neue Spielorte in Bern

In Bern beginnt shnit am 8. Oktober und dauert bis zum 12. Oktober. Rund 160 Filme werden gezeigt. Herzstück des Programms bleiben die vier Wettbewerbsprogramme, zu denen ein für sämtliche Filmemacher offener internationaler sowie ein Schweizer Wettbewerb gehört.

Im internationalen Wettbewerb «shnit open» werden 64 Kurzfilme aus 26 Ländern projiziert. Für die besten steht ein Preisgeld von 100'000 Dollar bereit. Die Filme des internationalen Wettbewerbs werden dieses Jahr erstmals komplett in Deutsch und Englisch untertitelt gezeigt.

Das entspreche dem Bedürfnis vieler Festivalgäste und erlaube es, Sprachbarrieren zu überwinden, hiess es an der Medienkonferenz.

Drei neue Spielorte gibt es in Bern: Das Cinébad am Bollwerk, das Fünfsternhotel Bellevue Palace und der Kuppelraum der Universität Bern. Dazu kommt noch ein neues Zelt am bisherigen Spielort Progr. Auch bei den Tickets gibt es eine Neuerung. Statt der bisherigen Tagespässe bietet shnit einen 24- und einen 48-Stunden-Pass an.

In der Sektion «A Real Treat» hat die Festivalorganisation zwei thematische Schwerpunkte untergebracht: «Marry me» befasst sich mit der Hochzeit und in «Life is a beach» geht es ums Strandleben - von Romantik bis Horror, so van der Hoeven. Auch dieses Jahr wieder gibt es den Themenblock «Same same but different», der die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen thematisiert.

Kulturpreis für Bildungsaktivitäten

Die Burgergemeinde Bern gab am Mittwoch bekannt, dass sie dem Festival dieses Jahr ihren mit 100'000 Franken dotierten Kulturpreis verleiht. Dies als Anerkennung für das innovative Konzept des beliebten und weltweit beachteten Anlasses, wie es in einer Mitteilung heisst.

Die Festivalleitung will das Preisgeld für Aktivitäten im Bildungssektor verwenden. Van der Hoeven sagte, das könne heissen, dass Unterrichtsmaterialen entstünden, aber auch, dass shnit in die Schulen gehe oder die Schulen zu shnit kämen.

Im vergangenen Jahr besuchten in Bern 25'000 Personen die shnit-Filmvorführungen. Weltweit kamen weitere 12'300 Zuschauer dazu. Der Name shnit leitet sich laut van der Hoeven vom Wort schnittig ab. Dies im Sinn von über den Standard hinausgehend, auch im Sinn von ambitioniert.

SDA/lub

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch