2019 war Demorekordjahr in Bern

Bern

In der Stadt Bern zeichnet sich ein Demo-Rekord ab: 251 bewilligte Kundgebungen gab es bis Ende November, 17 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dazu kommen sehr viele unbewilligte Demos.

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Wieviele genau, ist den Behörden nicht bekannt. Sie führen dazu keine Statistik. Klar ist aber, dass die Gesamtzahl der Demos auf Stadtberner Boden dieses Jahr einen Höchstwert erreichen dürfte. Das geht aus den Angaben hervor, die Norbert Esseiva, Leiter der Berner Orts- und Gewerbepolizei, auf Anfrage machte.

Im Durchschnitt gibt es in der Bundesstadt jedes Jahr 230 bewilligte und unbewilligte Kundgebungen, wie die Stadtregierung 2018 in ihrer Antwort auf einen parlamentarischen Vorstoss schrieb. Die Zahl wurde 2019 längst übertroffen.

Drei Themen haben die Menschen immer wieder auf die Strasse getrieben: Der Klimawandel, der Krieg in Syrien und die eidgenössischen Wahlen. So habe es nach dem Einmarsch der Türken in syrische Kurdengebiete teilweise jeden Tag eine unbewilligte Demo gegeben, sagte Esseiva der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Generell hat die Orts- und Gewerbepolizei den Eindruck, dass die Menschen heute eher auf die Strasse gehen als noch vor ein paar Jahren. Zudem komme es in Wahljahren immer zu mehr Kundgebungen als sonst, sagen sowohl Esseiva als auch Dominik Jäggi, Mediensprecher der Kantonspolizei.

sda

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