Mehr Gäste auf den Berner Pisten

Gut drei Prozent mehr Gäste waren im Winter 2017/18 im Vergleich zum Vorjahr auf den Pisten in Berner Skigebieten unterwegs. Der langjährige Vergleich fällt allerdings negativ aus.

Es ging bergauf: Diese Saison besuchten mehr Gäste die Berner Skigebiete.

Es ging bergauf: Diese Saison besuchten mehr Gäste die Berner Skigebiete.

(Bild: Jürg Spielmann)

Gegenüber dem Vorjahr suchten 3,4 Prozent mehr Gäste diesen Winter den Weg in die Berner Skigebiete. Im Vergleich mit dem Fünfjahresmittel seit der Saison 2012/13 ergab sich im Berner Oberland allerdings ein Minus von acht Prozent, wie Seilbahnen Schweiz am Dienstag mitteilt.

Die prozentual grössten Zunahmen verzeichneten im Vergleich mit dem Vorjahr das Tessin mit 86,6 Prozent sowie die Waadtländer und Freiburger Alpen mit 25 Prozent. Im Vorjahr hatte allerdings Schneemangel den Wintersport in diesen Gebieten stark eingeschränkt.

Der Branchenverband Seilbahnen Schweiz zeigte sich zufrieden über das Plus. Gegenüber dem Vorwinter zählten die Schweizer Skigebiete insgesamt 6,9 Prozent mehr Gäste. Ob die Zunahme einen neuen Trend darstellt, müssen die nächsten Winter zeigen, wie Seilbahnen Schweiz weiter schreibt.

Stürme und wenig Sonne

Schweizweit hatte der Winter gut angefangen: 36,4 Prozent betrug das Gästeplus zu Beginn der Saison im Dezember. Dank dem frühen Wintereinbruch mit viel Schnee seien die Pisten in hervorragendem Zustand gewesen. Bis Ostersamstag schwand der Vorsprung dann aber nach und nach.

Grund war das Wetter: Wegen schwerer Stürme Anfang Januar mussten viele Bahnen aus Sicherheitsgründen vorübergehend abgeschaltet bleiben, zum Teil mehrere Tage lang. Auch der Sonnenschein fehlte zunehmend. Vielerorts habe die Zahl der Sonnenstunden einen Bruchteil des langjährigen Mittels betragen.

Auswirkung von dynamischen Preisen offen

Noch nicht seriös beurteilen lässt sich laut Seilbahnen Schweiz, wie sich neu lancierte Angebote wie Tiefpreis-Saisonkarten mittels Crowdfunding oder Modelle mit dynamischen Preisen auswirken. Hier sei eine längere Vergleichsperiode nötig, schrieb der Branchenverband. Lichtblicke sind für Seilbahnen Schweiz der wieder schwächer gewordene Franken und die deshalb günstiger gewordenen Preise für Gäste aus Euro-Ländern.

Abschliessend ist die Bilanz von Seilbahnen Schweiz noch nicht. In mehreren Skigebieten sind die Anlagen immer noch in Betrieb und auch die Pisten sind noch in guten Zustand.

sda

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