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Mister werden auf Mut und Muskeln getestet

Mister-Schweiz-Kandidaten habens leichter: Sie tragen keine Stöckelschuhe und straucheln nicht über die Schärpe des glitzernden Satinkleids.

Falls sie denn stürzen, dann nicht auf dem Laufsteg, sondern auf ein Kissen. Ein luftig weiches Kissen. Weil schöner stürzen geübt sein will, absolvierten gestern zwölf junge Zürcher ein Stunttraining auf dem Lysser Industriegelände. Sie wollen Mister Zürich werden; später Mister Schweiz. Das Training gehört zur Vorbereitung auf die Wahlen im Oktober.

Er hat sich vorbereitet, ist von der Kornhausbrücke der Zürcher Lettenbadi ins Wasser gesprungen. Emmanuel Digenakis hat Höhenangst. Jetzt steht er auf der fussgrossen Eisenplatte am Absprungkorb. Erst übten die Jungs den Sprung aus eineinhalb Meter Höhe und landeten auf Turnmatten. Fünf Meter sind es nun bis zum Luftkissen. Fünf Meter? Ein Katzensprung, denkt Mann sich. Emmanuel springt.

Zugeben will es keiner. «Cool, easy», sagen alle, nach dem Sprung. Doch das erste Mal braucht Uberwindung. Wer lange überlegt, beginnt zu zweifeln. Unten machen Männer Mut, oben zittert bei einigen der Korb. Doch das merkt nur der Stuntmitarbeiter. Nach der Heldentat rollen sie glücklich vom Kissen. Beifall, Händedruck, Schulterklopfen. Wer gesprungen ist, raucht eine Zigarette oder holt sich ein Redbull. Zwischendurch Lächeln in Pose vor der mitgebrachten Kamera.

Höhensturz, «Highfall», ist aus fünf Metern kein Problem, sagt René von Gunten von Swiss Stunt. Auch wenn die Haltung nicht stimmt. Die Übermütigen, die jetzt hoch hinaus wollen, warnt er: «Es geht darum, an die Grenze heranzugehen, nicht darüber.» Neben dem Stunttraining lernen die Schönsten im ganzen Land in einem Gentlemankurs, wie man richtig Hände schüttelt, und beim Armbrustschiessen, wie sich waschechte Schweizer gegenseitig herausfordern.

Lässig soll er sein, der zukünftige Mister Schweiz, sagt Emmanuel Eugster. Er hatte die Idee des Stunttrainings, seine Firma organisiert die regionalen Wahlen. «Laufstegübungen alleine reichen nicht», sagt er. Der Zusammenhalt im Team soll gefördert, das Publikum unterhalten werden. «Ich will nochmals», sagt Emanuel, nach dem zweiten Sprung. Den Muttest hat er bestanden.

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