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Mit verbundenen Augen zum Meistertitel

Sport mit dem Gehör: Torball ist eine Blindensportart. Doch an der Jugend-Schweizer-Meisterschaft hat die einzige sehende Mannschaft gewonnen – mit verbundenen Augen.

Jeder Torwart weiss: Die Spielübersicht ist für seinen Erfolg entscheidend. Das ist auch beim Torball so. Bei der Blindensportart verfolgen die Spieler den Ball allerdings nicht mit den Augen, sondern mit dem Gehör. So bot sich dem Zuschauer am Samstag in der Geisshubelhalle in Zollikofen ein ungewohntes Bild: Beim Torball liegen jeweils drei Feldspieler nebeneinander vor dem Tor und versuchen, mit gestreckten Körpern den Schuss der angreifenden Mannschaft abzuwehren.

Hohe Bälle sind kaum möglich, da über die Mitte des Feldes in Kniehöhe drei Leinen mit Glöckchen gespannt sind. Unter diesen muss der Ball durchgespielt werden. Berührt der klingende Ball – in seinem Innern sind Ringe, damit die Spieler ihn orten können – die Leinen, ist das ein Foul. Insgesamt zehn Jugendmannschaften kämpften am Samstag in Zollikofen um den Schweizer-Meister-Titel im Torball. Mit dabei waren nicht nur blinde, sondern auch eine Gruppe sehender Jugendlicher aus Glarus.

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