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«Monatelang darauf gewartet»

Markus Hauser ist Inhaber und Geschäftsführer des Hemdengeschäfts Comeback in der Berner Marktgasse. Fünf Monate wartete er sehnsüchtig auf den Abschluss der Bauarbeiten an der Marktgasse.

Präzisionsarbeit: Bei solchen Deckeln müssen die Steine speziell zugehauen werden.
Präzisionsarbeit: Bei solchen Deckeln müssen die Steine speziell zugehauen werden.
Andreas Blatter
Pflästerer Manuel Silva an der Arbeit:  Weil es viele Details und Finessen zu beachten gelte, empfindet er seine Arbeit überhaupt nicht als eintönig.
Pflästerer Manuel Silva an der Arbeit: Weil es viele Details und Finessen zu beachten gelte, empfindet er seine Arbeit überhaupt nicht als eintönig.
Andreas Blatter
Und so am Mittwochabend gegen 20 Uhr.
Und so am Mittwochabend gegen 20 Uhr.
Claudia Salzmann
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«Fünf Monate warteten die anderen Kellerladenbesitzer an der Marktgasse und ich so sehnsüchtig auf diesen Moment, dass wir schliesslich ganz vergassen, ihn zu feiern: den Abschluss der Bauarbeiten an der Marktgasse. Gefühlsmässig zogen sich diese derart endlos in die Länge, dass es dann eigentlich gar nicht viel zu feiern gab.

Für uns Betreiber von Kellergeschäften waren diese Monate ein riesiger Verlust. Ich habe über die ganze Zeit gesehen rund ein Drittel weniger Umsatz gemacht, musste also mit rund 60'000 Franken weniger zurechtkommen. Zwei Meter vor meinem Laden stand eine Wand, wir waren abgeschnitten, kaum mehr sichtbar. Vom Lärm und Dreck mag ich gar nicht reden, wir putzten einfach immer. Sonst wäre ja die Ware beschädigt gewesen. Von der Stadt gab es keine Entschädigung für Verluste und Strapazen, das klärten wir mit Anwälten ab. Einzig die Liegenschaftsbesitzerin hat uns eine kleine Vergütung gegeben.

Langsam kommen die Kunden wieder. Der Dezember ist unser bester Monat. Aber wir bluten immer noch wegen der Verluste. Nicht nur mit den finanziellen Einbussen müssen wir umgehen können. Viel Ware konnten wir nicht verkaufen, und die müssen wir jetzt irgendwie loswerden.

Ich habe das Glück, dass ich im April einen Outlet-Shop in Wabern eröffnet habe. Mit den Sommerhemden, die in dieser Saison übrig blieben, kann ich diesen nächstes Jahr komplett ausstatten. Allerdings gehen diese Hemden dann zu tieferen Preisen weg, als ich sie letzte Saison hätte verkaufen können.»

BZ/Aufgezeichnet: sar

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