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Morgenmensch

Vom Neid auf Morgenmenschen und der Realität am frühen Morgen im viel zu grell beleuchteten Bad, auf dem nebligen Bahnhofperron und im Zugabteil mit grossspurigen Krawattenträgern.

Ich wünschte, ich wäre ein Morgenmensch. So wie unser Turnlehrer damals am Gymer, der am Montagmorgen um acht Uhr zu «Jump for my Love» von den Pointer Sisters durch die Turnhalle federte, während wir Schüler unmotiviert hinterherschlurften. Ich wünschte, ich hätte diesen unbändigen positiven Spirit in mir, der mich am frühen Morgen aus dem Bett spickt – hinein in den Tag, ja ins Leben!

Ich wünschte, ich könnte beim Verlassen der Wohnung meinen selbst zubereiteten Passionsfrucht-Smoothie schlürfen, während mir die Sonne aus dem Hintern scheint. Ich wünschte, ich könnte auf dem Weg zum Bahnhof beherzt mit der Nachbarin smalltalken und später im Zug mit Norah Jones im Ohr dem Tag entgegenfiebern. Ich wünschte, ich könnte ins Büro tänzeln, allen einen inspirierenden Morgen wünschen und die Arbeitsstätte mit positiver Energie fluten.

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