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«Multicheck sollte nicht allein entscheiden»

Viele Lehrbetriebe verlangen von den Schulabgängern einen Berufseignungstest. Doch was ist der oft zur Anwendung kommende Multicheck wert? In seiner Masterarbeit hat Michael Siegenthaler festgestellt, dass der Test nicht mehr aussagt, als aus Schulnoten herausgelesen werden kann.

Michael Siegenthaler ist arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der ETH Zürich.
Michael Siegenthaler ist arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der ETH Zürich.

Lehrfirmen verlangen oft, dass Schulabgänger den «Multicheck» absolvieren, bevor sie zu einer Schnupperlehre zugelassen werden. Was kann denn ein standardisierter Berufseignungstest, was Schulnoten nicht können? Michael Siegenthaler: Die Forschung vertritt die Meinung, dass Schulnoten aufgrund verschiedener Faktoren fehlerbehaftet sind: zum Beispiel, weil Lehrer einen relativen Notenmassstab anwenden, der sich am Klassendurchschnitt orientiert statt an einem absoluten Massstab. Schulnoten haben tatsächlich sehr viele Unsicherheiten. Auch darum, weil Bewerber aus verschiedenen kantonalen Schulsystemen und verschiedenen Schultypen nicht direkt vergleichbar sind. Deshalb haben Firmen das Gefühl, dass standardisierte Berufseignungstests diese Probleme lösen können. Sie scheinen die Vergleichbarkeit zwischen Schülern aus verschiedenen Schulen, Gemeinden und Kantonen zu garantieren.

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