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Nach Anklage: KTB-Stiftungsrat spricht Märki volles Vertrauen aus

Der Stiftungsrat von Konzert Theater Bern (KTB) hat gelassen auf die Anklageerhebung gegen den neuen KTB-Direktor Stephan Märki in Deutschland reagiert.

Stephan Märki, Super-Direktor von Konzert-Theater-Bern Stadttheater.
Stephan Märki, Super-Direktor von Konzert-Theater-Bern Stadttheater.
Urs Baumann

Dass die Staatsanwaltschaft Erfurt ein Vergabeverfahren am Deutschen Nationaltheater (DNT) Weimar untersuche, sei dem Stiftungsrat ja schon bei der Wahl Märkis im vergangenen Mai bekannt gewesen.

Das sei auch bei der Präsentation Märkis vor den Medien in Bern deutlich gemacht worden. Ausser der formellen Anklageerhebung gebe es heute keine neuen Erkenntnisse.

Für den Stiftungsrat sei entscheidend, dass Aufsichtsrat und Vergabeprüfstelle des Landes Thüringen den fraglichen Vorgang geprüft hätten. Beide Stellen hätten - in Kenntnis des laufenden Verfahrens - keine Einwände gegen die Vergabe geltend gemacht. Märki selbst hat die Vorwürfe stets als haltlos bezeichnet.

Vom Landgericht angeklagt

Ein Sprecher des Thüringer Kultusministeriums bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa die Prüfung durch das Land. Allerdings habe es sich um eine formale Prüfung nach Vergaberecht gehandelt, nicht um eine strafrechtliche. «Dafür ist die Staatsanwaltschaft zuständig.» Das Ministerium wolle nun den Prozessverlauf abwarten und dann gegebenenfalls Konsequenzen ziehen.

Am Wochenende war bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft Erfurt Märki und eine weitere Person vor dem Landgericht Mühlhausen angeklagt hat. Dabei geht es um wettbewerbsbeschränkende Absprachen bei der Vergabe eines Bewirtungsauftrags am Deutschen Nationaltheater. Märki ist dort zurzeit noch Generalintendant.

Laut Medienberichten soll der Zuschlag für die Bewirtung am DNT im Jahr 2010 an eine Betreiberin gegangen sein, die damals die Lebensgefährtin von Intendant Märki war. Die «Thüringer Landeszeitung» schrieb am Montag von einer «Brezel-Affäre», weil es um den Verkauf von Sekt und Brezeln im Foyer des Theaters geht. Das Blatt nahm dezidiert Stellung für Märki.

Der Vertrag des DNT-Intendanten endet voraussichtlich Mitte 2012, weil Märki als Direktor von Konzert Theater Bern in die Bundesstadt wechselt.

SDA/js

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