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Reaktionen der Sieger und Verlierer im Video

Unmittelbar nach seiner Wahl in den Regierungsrat steht Christoph Ammann (SP) im Videointerview Red und Antwort.

Christoph Ammann (SP) wurde am Sonntag vom Volk in den Regierungsrat gewählt. Interview: Radio Bern RaBe, Video: Martin Bürki

Lange sah es so aus, als würde Lars Guggisberg (SVP) das Rennen machen. Dann vermochten die Stimmen der Stadt Bern das Blatt noch zu kehren. Nun ist es Christoph Ammann (SP), der nach dem ersten Wahlgang bereits definitiv gewählt ist. Ammann sieht dieses Resultat aber nicht als Stadt-Land-Graben: «Das Wahlresultat zeigt das, was ich versprochen habe: Das Stimmvolk traut mir zu, dass ich als Brückenbauer zwischen den ländlichen Gebieten dieses Kantons und den Städten vermitteln kann.»

Ammann will die unterschiedlichen Bedürfnisse zwischen Stadt und Land erkennen, Ernst nehmen und anschliessend versuchen, tragfähige Lösungen zu bieten. Ammann will insbesondere auch das Berner Oberland vertreten: «Seit Ende des 19. Jahrhunderts gab es aus dem Wahlkreis Oberhasli keinen Regierungsrat mehr.»

So reagierte Lars Guggisberg (SVP) auf seine Niederlage. Interview: Radio Bern RaBe, Video: Martin Bürki

Der grosse Verlierer des Tages ist Lars Guggisberg (SVP): «Ich habe gewusst, dass das Mittelland ausschlaggebend sein wird», sagt er unmittelbar nach seiner Niederlage gegen Ammann. «Ich war vor der Bekanntgabe des letzten Wahlkreises nicht mehr zuversichtlich, dass es reichen könnte.» Guggisberg gibt sich aber fair: «Ich bin ein Demokrat und gratuliere Christoph Ammann zu seiner Wahl.»

Das sagt Pierre-Alain Schnegg zu seinem Wahlresultat. Video: Martin Bürki

Der Bernjurassier Pierre-Alain Schnegg (SVP) hat sich in den Regierungsratsersatzwahlen hinter Ammann und Guggisberg auf Platz 3 eingereiht. «Das ist ein Topresultat!», sagt Schnegg dazu. Man habe über ihn häufig geschrieben, dass er ein Unbekannter sei. «Für einen Unbekannten ist das nicht schlecht, so viele Stimmen habe ich gar nicht erwartet.» Trotzdem: Schnegg sei ein bisschen traurig, dass es für Guggisberg nicht gereicht habe. Schnegg fühlt sich durch sein Resultat bestärkt: «Ich werde definitiv zum zweiten Wahlgang antreten!»

Werner Salzmann, Präsident der SVP Kanton Bern, zum Abschneiden der beiden SVP-Kandidaten. Video: Martin Bürki

«Das war kein Schock», betonte Werner Salzmann, Präsident der SVP Kanton Bern und redet von jenem Moment, an dem bei der Resultateverkündigung der Name Ammann anstatt jener von Guggisberg ausgesprochen wurde. Er gesteht aber ein: «Das Ammann bereits im 1. Wahlgang das absolute Mehr erreichte war für uns eine Überraschung.»

Der Bernjurassier zu seinem Abschneiden an der Regierungsratsersatzwahl. Video: Sibylle Hartmann

Zufrieden mit seinem Resultat ist auch Kandidat Roberto Bernasconi (SP): «Im Kanton Bern ungefähr gleich viele Stimmen zu machen wie ein SVP-Kandidat ist nicht schlecht». Nun wird es für ihn im Kampf um den Jura-Sitz darum gehen, insbesondere noch mehr Bernjurassier für sich gewinnen zu können. Vorausgesetzt natürlich, Bernasconi tritt im zweiten Wahlgang an.

Patrick Gsteiger (EVP) hat es im ersten Wahlgang auf Platz 5 geschafft. Video: Sibylle Hartmann

«Ich hätte ein wenig mehr Stimmen erwartet», sagt Patrick Gsteiger (EVP). Er ist sich noch nicht sicher, ob er zum zweiten Wahlgang antreten wird: «Da müssen Sie bis morgen warten.» Zuerst will er mit den Mitte-Parteien Rücksprache halten.

Die Präsidentin der EVP Kanton Bern zum Abschneiden ihres Regierungsratskandidaten Patrick Gsteiger. Video: Martin Bürki

Christine Schnegg, Präsidentin der EVP Kanton Bern, findet, das Resultat von EVP-Kandidat Gsteiger entspreche etwa dem Budget der Werbekampagne und dem zu erwartenden Wähleranteil.

Bruno Moser (parteilos) belegte bei den Regierungsratsersatzwahlen mit 16‘147 Stimmen den sechsten und letzten Platz. Video: Sibylle Hartmann

Irgendwie zeigen sich alle Kandidaten nach dem ersten Wahlgang zufrieden. So auch der parteilose Bruno Moser: «Die Leute, die meinen Namen auf die Liste schrieben, haben dies bewusst gemacht, nicht, weil ich irgendeiner Partei angehöre.» Das seien Leute, die sich damit identifizierten, was er erzähle.

Ursula Marti, Präsidentin SP Kanton Bern zeigt sich äusserst zufrieden mit dem Resultat der Regierungsratsersatzwahl. Video: Sibylle Hartmann

Ursula Marti, Präsidentin der SP Kanton Bern, zeigt sich mit dem Wahlresultat nicht nur zufrieden, sie findet es sogar fantastisch: «Ammann und Bernasconi haben einen tollen Wahlkampf hingelegt. Es ist sehr schön, dass es für Ammann bereits im ersten Wahlgang gereicht hat.»

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