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Nach Krawallnacht: Nause will Telefone überwachen

Nach den Krawallen von letzter Nacht spricht Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP) von Sachbeschädigungen im sechsstelligen Bereich - und fordert ein Eingreifen des Bundes.

Die Party auf dem Warmbächliareal verlief friedlich.
Die Party auf dem Warmbächliareal verlief friedlich.
Leserreporter
Es wurde getanzt, mehrere Rap-Crews traten auf.
Es wurde getanzt, mehrere Rap-Crews traten auf.
Leserreporter
Dieser Stein wurde gemäss Polizeiangaben in die Frontschutzscheibe eines Feuerwehrautos geworfen.
Dieser Stein wurde gemäss Polizeiangaben in die Frontschutzscheibe eines Feuerwehrautos geworfen.
zvg/Kantonspolizei Bern
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Reto Nause kritisierte den Umzug scharf. «Es handelte sich um organisierte, gewaltextremistische Kriminelle», sagte der städtische Sicherheitsdirektor auf Anfrage. Zum wiederholten Mal hätten Demonstranten mit «ungeahnter Brutalität» agiert und neben Polizisten auch Feuerwehrleute angegriffen.

Nause betonte auch, dass es sich keineswegs um ein «Berner Phänomen» handle. «In letzter Zeit gab es ähnliche Vorfälle in Zürich und Basel.» Er sei deshalb der Meinung, dass sich der Bund «und insbesondere der Bundesnachrichtendienst» dieser Problematik annehmen müsse.

Zudem seien die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, dass die Polizei von sämtlichen adäquaten Fahndungsinstrumenten Gebrauch machen könne. «Momentan sind etwa die Hürden für Telefonüberwachungen zu hoch.»

Die Ermittlungen zu den Verursachern der Sachbeschädigungen und die Spurenauswertungen seien noch im Gange, heisst es in einer Mitteilung der Polizei. Die Höhe des verursachten Sachschadens ist noch Gegenstand von Abklärungen. Nause rechnet mit einem Schaden «im sechsstelligen Bereich».

Hinter die Demonstranten stellte sich am Sonntag die Juso Stadt Bern. In einer Mitteilung kritisierte die Partei den «unverhältnismässigen und brutalen Polizeieinsatz». Die Ursache der Ausschreitungen sieht die Juso in «fehlenden Freiräumen».

SDA/chh

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