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Nächster Halt: Kreuz

Die Looslis verlassen nach acht Jahren das Bahnhöfli Wichtrach. Nachdem sie dieses zum Laufen gebracht haben, suchen sie nun eine neue Herausforderung. Diese finden sie im Restaurant Kreuz.

Nikola Stosic
Bereit für neue Herausforderungen: Brigitte und Olivier Loosli verlassen das Bahnhöfli.
Bereit für neue Herausforderungen: Brigitte und Olivier Loosli verlassen das Bahnhöfli.
Beat Mathys

Die «Cuisine de Flair» verabschiedet sich vom Bahnhöfli in Wichtrach. Das Powerpaar Olivier (49) und Brigitte Loosli (38) hat sich entschieden, den Pachtvertrag im Restaurant neben dem Bahnhof nicht zu verlängern.

Beim Kaffetrinken an einem Nachmittag im Bahnhöfli könnte man meinen, die Looslis seien schon weg. Der modern eingerichtete Wintergarten mit Blick auf die Gleise ist leer. «Wir hatten uns anfangs mehr versprochen», meint Olivier Loosli über die ausbleibende Kundschaft.

Vor allem habe man damit gerechnet, dass Pendler häufiger vorbeikämen. Diese wollten so schnell wie möglich auf den Zug und würden sich selten Zeit nehmen für einen Abstecher ins Restaurant, so Loosli. Durch die Wichtracher Stammkundschaft sei der Laden aber gut genug gelaufen.

Vor acht Jahren war das Lokal am Ende. Eine Gruppe von Handwerkern aus der Region und einige Privatpersonen kauften darauf die Liegenschaft und sanierten diese von Grund auf. Dann kamen die Looslis und brachten den Laden als Geschäftsführer wieder auf Trab. Bis Ende September bleiben sie noch im Bahnhöfli. Danach wartet eine neue Herausforderung auf sie.

Umzug ins Kreuz

«Wir haben das Potenzial vom Bahnhöfli ausgeschöpft. Nun sind wir bereit für einen grösseren Betrieb», sagt Olivier Loosli. Den hat man auch schon gefunden. Und zwar etwas weiter oben im Dorf. Die Looslis werden ab Herbst das Kreuz führen, zusammen mit dem heutigen Besitzer Stefano Fiora. Dort sei die Lage einfach besser, meint Loosli. Man könne dort auch grössere Anlässe veranstalten.

Etwas, was im Bahnhöfli nicht möglich ist. Im Kreuz könne man bis zu 200 Gäste bedienen. Ein grosser Sprung von den rund 35 Plätzen im jetzigen Lokal. Zudem ist das Kreuz zentral in Wichtrach gelegen.

Das Kreuz steht momentan vor einem Umbau. Ein 17,5-Millionen-Franken-Projekt ist dort geplant. Der alte Saalbau, der dem Restaurant angebaut ist, soll weg. Neu sollen drei Wohnhäuser mit 45 Mietwohnungen entstehen. Wie und wann das Projekt umgesetzt wird, ist jedoch momentan noch nicht bekannt.

Konzept beibehalten

Die Looslis wollen ihr Konzept der «Cuisine de Flair» beibehalten und mit der italienischen Küche von Fiora kombinieren. Das bedeutet, Altes mit Neuem zu verbinden. Der Überraschungseffekt sei dabei wichtig, sagt Olivier Loosli. Den erreicht er zum Beispiel mit seinem Spezialgericht, dem Bananen-Spargel-Mousse.

Das Bahnhöfli verlasse man mit «einem lachenden und einem weinenden Auge», sagt Brigitte Loosli. Die beiden seien durch die Erfahrungen gewachsen, aber nun sei es an der Zeit, weiterzu­gehen.

Die Zukunft des Bahnhöfli

Werner Lüthi, Präsident der Bahnhöfli Wichtrach AG, ist zuversichtlich, dass das Geschäft auch in Zukunft attraktiv und ­erfolgreich bleiben wird.

«Es gibt viele Interessenten», sagt Lüthi. Entschieden sei jedoch noch nichts. Er stecke immer noch im Kennenlernprozess. Ob sich das Bahnhöfli gross verändern wird, weiss er noch nicht. «Ich bin offen für alle Ideen potenzieller Kandidaten», erklärt er abschliessend.

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