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Naturhistorisches Museum stellt Riesenkristalle ab Samstag aus

Die 2005 entdeckten Riesenkristalle vom Urner Planggenstock sind ab dem kommenden Samstag erstmals in ihrem neuen, langfristigen Zuhause zu sehen. Das Naturhistorische Museum Bern präsentiert den «Schatz vom Planggenstock» in einer schlichten, höhlenartigen Atmosphäre.

Besucherinnen und Besucher betreten die «Schatzkammer» durch eine Öffnung in der Wand des Mineralien-Ausstellungsraums des Museums. Dann sehen sie in einer kleineren Vitrine links vom Eingang das Hauptstück des «Jahrhundertfunds» von 2005, eine 300 Kilogramm schwere Kristallgruppe mit einem 107 Zentimeter langen Rauchquarz.

Rechts vom Eingang befindet sich eine zweite, etwa 10 Meter lange Vitrine, in dem die übrigen fast 50 Kristalle präsentiert werden.

In diesem Raum hat das Museum bewusst keine Erläuterungen platziert, wie Ausstellungsgestalter Jürg Nigg am Donnerstag bei der Präsentation für die Medien sagte. «Hier soll ein Ort des Schauens und Staunens sein». Licht gibt es nur in den Vitrinen – um das Stille und Höhlenhafte einer Kristallkluft nachzuempfinden.

Erläuterungen zu Kristallen erhalten Besucherinnen und Besucher aber in einem ebenfalls neuen Nebenraum der Schatzkammer. Und in einem dritten Raum wird ein Dokumentarfilm des Schweizer Fernsehens zu Paul von Känels und Franz von Arx' Arbeit am Planggenstock gezeigt.

Die beiden Berufsstrahler aus dem Berner Oberland und dem Kanton Uri waren es, welche 2005 die Riesenkristalle fanden. Das Museum bezeichnet letztere als von Glanz, Transparenz und Dimension her weltweit einmalig.

Präsentation gefällt den Entdeckern

Der Fund der beiden war zwischen 2007 und 2009 schon in der alten Kirche Flüelen UR zu sehen. Nachdem die beiden beschlossen hatten, die Kristalle dem Naturhistorischen Museum Bern zu verkaufen, wurden sie nach Bern transportiert und zwischengelagert, bis das Museum für sie umgebaut worden war.

Die Kosten für den Kauf der Kristalle und den Umbau des Museums sind mit 6 Millionen Franken angegeben worden. Sie werden hauptsächlich von der Besitzerin des Museums, der Burgergemeinde Bern, getragen.

Die Präsentation gefällt den Entdeckern der Riesenkristalle, wie Paul von Känel am Donnerstag auf Anfrage sagte. Die beiden haben den neuen Raum in Bern bereits gesehen. Das sei «gut gelöst» und an einem «würdigen Standort», erklärte von Känel. «Uns hats gefallen.»

Er und von Arx stiessen 2005 nach jahrelanger Arbeit auf die Super-Kluft. Franz von Arx machte dann 2008 zusammen mit einem anderen Kollegen ebenfalls am Planggenstock einen zweiten aussergewöhnlichen Kristallfund.

Die beiden sagten schon bald nach der Bergung und Eröffnung der Ausstellung in Flüelen, der 2005-er Fund gehöre möglichst in ein Museum, um der Öffentlichkeit zugänglich zu sein. Nach Millionen von Jahren im dunklen Berginnern gehörten die Steine ans Licht.

SDA/met

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