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Neubau soll das Dorfzentrum zum Leben erwecken

Die Gemeinde Gümligen plant beim Einkaufszentrum Moos eine Überbauung mit 55 Wohnungen.

Der Neubau samt Piazza und Pavillon. Visualisierung: GWJ/Raumgleiter
Der Neubau samt Piazza und Pavillon. Visualisierung: GWJ/Raumgleiter

Seit längerem wird in Gümligen davon gesprochen. Nun erhält die Überbauung, die das Dorfzentrum neu beleben soll, auch ein Gesicht. Im Gesamtleistungswettbewerb hat ein Projekt das Rennen gemacht, das einen sechsstöckigen Neubau mit 55 Wohnungen, Geschäften sowie einen mit Bäumen gesäumten Quartierplatz vorsieht. Das Herzstück bildet ein hölzerner Pavillon, in dem sich dereinst vorzugsweise Angebote und Projekte einmieten, die für etwas Betrieb sorgen – etwa eine Gelateria oder ein Tanzstudio. «Der Pavillon soll einen Mehrwert für das Quartier liefern», sagt Sebastian Mävers, Leiter Hochbau und Planung bei der Gemeinde Muri-Gümligen.

Die Behörde hatte bereits vor Jahren den Wunsch geäussert, Gümligens Ortskern neu zu entwickeln und bei dieser Gelegenheit zu beleben. Denn durch das neue Einkaufszentrum Moos, das seit 2012 Migros und Coop unter einem Dach vereint, konzentrierten sich die Kundenströme auf einmal derart einseitig, dass der umliegende Bereich zu veröden drohte – zum Leidwesen der kleineren Läden in der Umgebung.

Ebendieses vernachlässigte Gebiet südlich des Einkaufszentrums soll nun aufgewertet und die bislang eingeschossigen, sanierungsbedürftigen Gebäude an der Füllerichstrasse 55 und 57 durch einen verdichteten Neubau ersetzt werden.

Familien und Senioren

Gemäss Mävers will man «gezielt junge Leute und Familien» ansprechen. Zudem sei die zentrale, bestens erschlossene Lage einen Steinwurf vom Bahnhof Gümligen entfernt auch für Senioren geeignet. Gerade das ältere Publikum scheinen die Planer im Fokus zu haben: Rund 30 der 55 Wohnungen sind als Alterswohnungen angedacht, das entspricht mehr als der Hälfte. Der Anteil an kostengünstigen Wohnungen fällt mit acht Wohnungen eher gering aus.

Nebst den Wohnungen, die alle in den Obergeschossen entstehen, sind im Erdgeschoss des Neubaus «publikumsbezogene Nutzungen» vorgesehen, wie es Mävers nennt. In anderen Worten: Im Parterre gibt es Gewerbeflächen, die für Kundenströme und somit für die erwähnte Belebung sorgen sollen. Die Post sowie die Gemeindebetriebe stehen bereits als Mieter fest.

2022 bezugsbereit

Die Gemeinde Muri ist Grundstückbesitzerin des Areals, auf dem der Neubau geplant ist. Sie wird das Land im Baurecht abgeben, erhält im Gegenzug von den Baurechtnehmern rund 200'000 Franken Baurechtszins pro Jahr. Über die Baurechtabgabe sowie die planungsrechtlichen Grundlagen wird das Muriger Stimmvolk noch dieses Jahr abstimmen. Läuft alles nach Plan, kann 2020 mit dem Bau des 23-Millionen-Franken-Projekts begonnen werden. 2022 soll der Neubau bezugsbereit sein.

Das Siegerprojekt aus dem Wettbewerb kann bis am 15. März im Gemeindehaus Muri an der Thunstrasse 74 gesichtet werden.

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