Neubau verdrängt Familiengärten

Bern

Auf dem Schermenareal am Rande der Stadt Bern wird sich bald eine neue Firma ansiedeln. Die Familiengärten müssen weichen.

Für die auf­zuhebenden Familiengärten soll möglichst bald Ersatzlösungen gefunden werden (Symbolbild).

Für die auf­zuhebenden Familiengärten soll möglichst bald Ersatzlösungen gefunden werden (Symbolbild).

(Bild: Franziska Rothenbuehler)

130 Parzellen für Familiengärten befinden sich auf dem Schermenareal in Bern. 110 davon sind derzeit vergeben. Die dort wirkenden Hobbygärtnerinnen und -gärtner haben kürzlich Post von der Stadt Bern erhalten.

In dem Brief steht, dass sie ihre Gärten aufgeben müssen. Der Grund: Das Areal soll überbaut werden. Stadtgrün Bern bestätigt, dass die Burgergemeinde Bern als Grundeigentümerin den Pachtvertrag mit der Stadt gekündigt hat. Dieser bestand seit den Vierzigerjahren.

Baubeginn ab 2021

«Wir stehen mit einem Interessenten in Verhandlung, der dort bauen will», sagt Stefanie Gerber, Mediensprecherin der Burgergemeinde. Bis Ende Jahr soll der Vertrag unter Dach und Fach sein, ab 2021 könnte auf dem Areal gebaut werden. Wer genau bauen will, verrät die Burgergemeinde nicht.

Sicher ist, dass es sich um eine Firma handelt, die sich im Nordosten Berns ansiedeln will. Denn das Schermenareal befindet sich in einer Industrie- und Gewerbezone, wo heute etwa der städtische Entsorgungshof, der Stämpfli-Verlag oder die Papierfirma Sihl AG präsent sind.

Stadt sucht Ersatzstandort

«Die Burgergemeinde hat schon lange kommuniziert, dass auf dem Areal dereinst gebaut wird», sagt Stefanie Gerber. Das sei schon in der 2005 beschlossenen Überbauungsordnung fürs Schermenareal so vorgesehen gewesen. 2009 wollte etwa der Kanton dort sein neues Polizeizentrum realisieren, aus finanziellen Gründen wurde dieser Plan jedoch wieder verworfen.

Bei Stadtgrün Bern heisst es, man sei bemüht, möglichst bald Ersatzlösungen für die auf­zuhebenden Familiengärten zu finden.

mib

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