Zum Hauptinhalt springen

Neubaupläne sorgen für Aufregung

Im Oberfeld in Boll soll an bester Lage eine neue Siedlung mit 70 Wohnungen entstehen. Aus der Nachbarschaft wird Skepsis laut.

Das Oberfeld in ein paar Jahren: So könnten die geplanten Neubauten (grün eingefärbt) aussehen.
Das Oberfeld in ein paar Jahren: So könnten die geplanten Neubauten (grün eingefärbt) aussehen.
zvg

Eingezont ist das 1,7 Hektaren grosse Landstück im Oberfeld in Boll schon seit zwei Jahrzehnten. Doch jetzt kommt Bewegung in die Angelegenheit: Der bisherige Besitzer, ein Landwirt, wird das Bauland an die Berner Kurth Architekten AG verkaufen. Diese hat eine Überbauung mit insgesamt rund 70 Wohnungen geplant.

Die zehn würfelförmigen Mehrfamilienhäuser würden sich gut in den Hang einfügen, schwärmten die Planer und Vechiger Gemeindebehörden an einem Infoabend. Zudem seien die Abstände zwischen den Neubauten bewusst gross gehalten, sodass die Aussicht der Leute in den dahinterliegenden Häusern nicht ganz verbaut werde.

Bei der Verdichtung schöpfen die Planer das erlaubte Maximum aus. Gemeindepräsident Walter Schilt (SVP) unterstützt das: «Wir wollen mit dem Boden haushälterisch umgehen», sagt er. Zudem ist die Siedlung verkehrsfrei – für die Autos sind Einstellhallen geplant – und soll an den Wärmeverbund angeschlossen werden. Allenfalls werden auf den Flachdächern zusätzlich Solarpanels installiert.

Knapp drei Jahre Bauzeit

Am Infoabend haben sich aber verschiedene Bürgerinnen und Bürger kritisch geäussert. Zu reden gaben blendende Solarpanels, alte Wegrechte oder die Entwässerung. Eine Votantin empfand die Häuser als «zu klotzig». Am grössten waren die Bedenken aber punkto Verkehr: Laut den Behörden bringt die Überbauung pro Tag zusätzlich 200 bis 300 Fahrten auf der Oberfeldstrasse, dazu kommt der Baustellenverkehr.

Das gefährde die Schulwege, hiess es. Und eine Anwesende fragte: «Brauchen wir überhaupt so viele neue Bewohner? Unsere Kindergärten sind ja bereits jetzt zu klein.» Die zusätzlichen Einwohner würden sich positiv auf die Gemeindefinanzen auswirken, hielt dem Walter Schilt entgegen. «Gemeinden, die sich nicht entwickeln können, werden Probleme mit dem Steuerfuss bekommen.»

Noch ist die neue Siedlung aber nicht gebaut. Diesen Herbst wird die Überbauungsordnung öffentlich aufgelegt, nächstes Jahr folgt das Baugesuch – mit Einsprachemöglichkeit. Sobald das Vorhaben bewilligt ist, dauert die Bauzeit 30 bis 34 Monate.

BZ/maz

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch