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Neuer Anlauf für Handyantenne

Zwei Jahre war das Baugesuch für eine neue ­Mobilfunkantenne in Wohlen sistiert. Jetzt will Sunrise die Anlage baldmöglichst realisieren. Demnächst entscheidet die Baukommission.

Sunrise ist zuversichtlich, dass die Baubewilligung für die neue Handyantenne in den nächsten Wochen vorliegt.
Sunrise ist zuversichtlich, dass die Baubewilligung für die neue Handyantenne in den nächsten Wochen vorliegt.
Keystone

Die Opposition war gross. Als im September 2015 ein Baugesuch für eine neue Mobilfunkantenne an der Uettligenstrasse in Wohlen öffentlich auflag, gingen mehrere Dutzend Einsprachen ein. Das Aufatmen war deshalb gross, als Sunrise im Frühling 2016 das Baugesuch sistierte, um den Antennenstandort und die Technik nochmals zu prüfen.

Denn die Gemeinde hätte die Antennen wohl bewilligen müssen. Das Projekt entspricht den Bauvorschriften, und gemäss dem Fachbericht werden auch die Strahlenwerte eingehalten.

Nach dieser langen Funkstille ist in den letzten Wochen wieder Bewegung in die Sache gekommen. Sunrise hat die Sistierung aufgehoben, das Projekt und die Einsprachen werden demnächst von Wohlens Baukommission behandelt. Der Gemeinderat hatte noch einmal versucht, das Unternehmen umzustimmen, weil er die Ängste und die Befürchtungen der Anwohner wahrnehme. Ohne Erfolg.

Keine Projektänderung

Die Netzanalysen hätten ergeben, dass die geplante Anlage unerlässlich sei, schreibt Sunrise auf Anfrage. Im Siedlungsgebiet von Wohlen gebe es noch immer den Bedarf, die Abdeckung zu verbessen und die Kapazitäten zu erhöhen. Antennen müssten nun mal dort errichtet werden, wo sich die Kunden befänden.

Seit der Sistierung habe sich am Projekt nichts geändert, betont die Firma Sunrise. Man habe ein breites Spektrum an Frequenzen beantragt, sodass alle aktuellen Technologien betrieben werden könnten. Deshalb brauche es auch keine neue Publikation für eine allfällige Projektänderung.

Lange Standortsuche

Kann es sein, dass eine Mobilfunkantenne fast drei Jahre nach der Publikation noch dieselben Spezifikationen hat? Dem ist so, erklärt Hans-U. Jakob vom Verein Gigaherz. Mit den Werten des Standortdatenblattes vom Juni 2015 könnten alle heutigen Technologien bedient werden. Ausser 5G, aber das stehe noch nicht zur Diskussion.

Auch die im damaligen Baugesuch deklarierten Sendeleistungen würden die Grenzwerte einhalten. Zudem dürften die Betreiber die bewilligte Leistung frei unter den verschiedenen Technologien aufteilen.

Die Medienstelle von Sunrise erklärt, dass man seit zehn Jahren nach einem geeigneten Standort suche, um das Siedlungsgebiet von Wohlen mit einer ausreichenden Kapazität zu versorgen. Eine Mitbenützung einer bestehenden Anlage sei wegen der strengen Grenzwerte in der Schweiz nicht möglich.

Schnell realisieren

Das Gebäude, auf dem die Mobilfunkantenne zu stehen kommt, hat in den letzten Monaten den Besitzer gewechselt. Über die «Eigentumsverhältnisse der Standortgeber» macht Sunrise keine Angaben. Das Unternehmen ist aber «zuversichtlich», dass es die Baubewilligung in den nächsten Wochen erhält und den Standort schnellstmöglich realisieren kann.

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