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Nicht alle Alleereihen müssen dem Tram weichen

Die geplante Tramlinie von Köniz nach Ostermundigen löste die Befürchtung aus, der Baumbestand zwischen dem Viktoriaplatz und Waldeck müsse komplett ersetzt werden. Dies wird jedoch nicht nötig sein.

Für die Viktoriastrasse konnte keine Lösung gefunden werden: Die Bäume müssen neu angepflanzt werden.
Für die Viktoriastrasse konnte keine Lösung gefunden werden: Die Bäume müssen neu angepflanzt werden.
Urs Baumann

Für das Projekt Tram Region Bern müssen zwischen dem Berner Viktoriaplatz und der Gemeindegrenze zu Ostermundigen zahlreiche Alleebäume gefällt werden. Nach Anpassungen im Projekt kann nun über ein Viertel der rund 300 betroffenen Bäume erhalten bleiben. Die technischen Abklärungen hätten ergeben, dass in zwei wichtigen Abschnitten der Erhalt von je einer Baumreihe möglich sei, heisst es in einer Mitteilung von Tram Region Bern vom Dienstag.

Im Vorprojekt waren die Verantwortlichen noch davon ausgegangen, dass die Alleebäume unter anderem durch den Einbau der Tramschienen stark in Mitleidenschaft gezogen würden. Deshalb hätten die Bäume vollständig ersetzt werden müssten. Zum einen kann nun aber die Baumreihe erhalten werden, die gegenüber dem Rosengarten liegt. Dazu wird das Tram neu im Mischverkehr geführt. Das bedeutet, dass sich das Tram die Spur mit dem übrigen Verkehr teilen muss. Dadurch reduziert sich die Kapazität der Kreuzung Ostermundigenstrasse-Laubeggstrasse im Vergleich zur Variante im Vorprojekt leicht.

Zum anderen bleibt die Baumreihe gegenüber der Siedlung Baumgarten erhalten. Ermöglicht haben diese Projektänderung die Resultate aus sogenannten «Wurzel-Sondagen». Diese ergaben, dass entgegen anfänglicher Annahmen die Alleebäume kaum grosse Wurzeln unter die Strassenoberfläche getrieben haben.

Keine weiteren Alternativen

In den übrigen Abschnitten konnten die Experten aber keine Lösungen finden. Bei der Viktoriastrasse ist es insbesondere der enge Strassenquerschnitt, der ein Erhalt der Alleebäume unmöglich macht. Im Abschnitt Schosshaldenfriedhof sind es die Separatspuren in beide Richtungen, die es für einen stabilen Trambetrieb braucht.

Die Bäume, die nicht erhalten bleiben, werden aber anderswo ersetzt. Den Projektanpassungen hat der Gemeinderat der Stadt Bern nun in Absprache mit der Behördendelegation Tram Region Bern zugestimmt, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

In der öffentlichen Anhörung hatte das Projekt für die neue Berner Tramlinie zwischen Ostermundigen und Köniz generell viel Zustimmung erhalten. Der Teufel lag allerdings im Detail. Die Erneuerung der Alleen zwischen Viktoriaplatz und Waldeck wurde denn auch kritisch beurteilt. Die Projektbeteiligten regten deshalb an, diesen Abschnitt zu überprüfen.

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