Nicht mehr das Mütterzentrum,sondern das Baurecht gab zu reden

Muri

Die Gemeinde Muri übernimmt das Kirchgemeindehaus Melchenbühl. Dies hat die Gemeindeversammlung entschieden.

Von der Kirchgemeinde zur Gemeinde: Die Liegenschaft wird im Baurecht abgegeben.

Von der Kirchgemeinde zur Gemeinde: Die Liegenschaft wird im Baurecht abgegeben.

(Bild: Google/Christoph Knoch)

Stephan Künzi

Die Gemeinde kann das Kirchgemeindehaus Melchenbühl übernehmen, das hat das Parlament in Muri am Dienstagabend beschlossen. Mit 32 Ja bei 2 Enthaltungen genehmigte es den dafür nötigen Kauf- und Baurechtsvertrag mit der Kirchgemeinde und bewilligte einmalig gut 3 Millionen Franken für den Erwerb des Gebäudes sowie jährlich 17'000 Franken für den wiederkehrenden Baurechtszins.

Quer durch die Fraktionen war höchstens ein leises Bedauern darüber zu hören, dass die Kirchgemeinde nicht auch das Land verkaufen will. Am deutlichsten äusserte sich die FDP, deren Sprecher Emanuel Zloczower von einer kontroversen Debatte in der Fraktion berichtete. Man fürchte, dass das Baurecht die Handlungsfähigkeit der Gemeinde im Umgang mit der Liegenschaft einschränke.

Dass die Kirchgemeinde statt den Kauf nur das Baurecht anbiete, sei sicher kein Ausdruck von Misstrauen, stellte Walter Thut aus der Forum-Fraktion klar. Ausdrücklich betonte er, nicht in seiner Rolle als Präsident der Kirchgemeinde zu reden. Trotzdem warb er um Verständnis: «Der Kirche ging es darum, ihr Gut zu sichern.»

Im Kirchgemeindehaus will die Gemeinde neuen Raum für die benachbarte Schulanlage Melchenbühl schaffen. Dass das Mütterzentrum weichen muss, sorgte anfänglich für grosse Emotionen.

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