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Nichts als Musik

Aus drei wird eins: Der Berner Klassiktag, der Konzertanlass Appassionato und der nationale Tag der ­Musik werden zu «Faites de la musique» vereint.

Bei «Faites de la musique» soll es Musik aller Stilrichtungen zu hören geben.
Bei «Faites de la musique» soll es Musik aller Stilrichtungen zu hören geben.
Enrique Muñoz García

Die ursprünglich in Frankreich initiierte und traditionell am 21. Juni, dem Tag der Sonnenwende, stattfindende Veranstaltung Fête de la Musique hat sich in verschiedenen Städten etablieren können.

Auch in der Romandie, wo der nationale Tag der Musik bereits seit Jahren gefeiert wird. Nun kommt das Musikfest nach Bern – allerdings mit einer kleinen Anpassung, die sich in der leicht veränderten Namensgebung «Faites de la musique» (auf Deutsch: Macht Musik) spiegelt.

Aus praktischen Gründen findet das Ereignis nicht unter der Woche statt, sondern wurde, auch aus Rücksicht auf die Musizierenden, auf den Samstag, 24. Juni, verlegt.

«Da wir planen, unseren Grossanlass auf das ganze Wochenende auszudehnen, macht es Sinn, so zu starten», erklärt der Vereinspräsident Mischa Kaufmann. Erwartet werden rund 10'000 Besucher, und das Fest ist kostenlos.

Musikalisches Porträt

An der Idee der Fête de la Musique wird jedoch trotz eigenem Datum festgehalten: Durch Musik aller Stilrichtungen soll ein breites Publikum angesprochen und zum Musizieren in Vereinen motiviert werden.

«Die Fête de la Musique ist generell ein Abbild des musikalischen Schaffens eines Ortes, in diesem Fall Bern – sei dies im Bereich der Laien, der Profis, der Bildung oder der Wirtschaft», so Kaufmann. Deshalb stellen sich alle musikalisch Aktiven, ob in Formationen oder als Einzelkünstler, an verschiedenen Orten dem Urteil des Publikums.

Erlebnisrahmen für Musik

Zwar fand unter dem Label Fête de la Musique bereits im letzten Jahr der von Konzerte Bern durchgeführte Berner Klassiktag statt. Doch durch die Bündelung der Ressourcen der Musikverbände Konzerte Bern, des Musikkonveniums der Stadt Bern und des gesamtschweizerisch agierenden Schweizer Musikrats soll sich das Musikfest in der Stadt nachhaltig verwurzeln können.

So wird lieber auf eine grössere Veranstaltung gesetzt als auf drei kleine Musikfeste. «Alle drei Verbände haben sehr ähnliche Interessen. Wir sind bestrebt, ‹Faites de la musique› gemeinsam weiterzuentwickeln.»

Darauf baut auch die Stadt, die das Musikfest als Hauptpartner unterstützt. Das Fest soll mehr sein als eine weitere Plattform für Musikschaffende: Die Musik wird ohne Extras wie eine Festwirtschaft explizit ins Zentrum gerückt.

«Wir möchten den Moment, in dem die Musik entsteht, das Erlebnis der Livemusik, in den Vordergrund stellen», sagt Mischa Kaufmann. Damit soll für die sonst jederzeit digital kon­sumierbare Musik ein Erlebnisrahmen geschaffen werden.

Beginnen wird das Musikfest um 10 Uhr mit einem Umzug der Bereitermusik Bern vom Bärengraben zum Waisenhausplatz.

Der Höhepunkt findet aber am Abend auf dem Bundesplatz statt: mit Konzerten von Oli Kehrli, der Regional Brass Band RBB, dem Bläserensemble von Konzert Theater Bern, dem jungen Klassikensemble Musica movendi, der Singer-Songwriterin Jacqui Chocolat und der Funkpopband Discosaster.

Faites de la musique: Samstag, 24. Juni. Ganzes Programm unter www.konzerte-bern.ch

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