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Ausbau des Flughafens Bern-Belp weiter offen

In rechtlicher Hinsicht steht der vierten Ausbauetappe des Flughafens im Belpmoos nichts mehr im Weg – in finanzieller aber schon.

Vorerst abgeblitzt: das Schallschutzkonzept der Fluglärmgegner kommt nicht zustande.
Vorerst abgeblitzt: das Schallschutzkonzept der Fluglärmgegner kommt nicht zustande.
Christian Pfander

Der Flughafen Bern-Belp muss kein Schallschutzkonzept erarbeiten. Das hat das Bundesgericht entschieden. Der Verkehrs-Club der Schweiz und die Vereinigung gegen Fluglärm hatten im Zusammenhang mit der geplanten vierten Ausbauetappe des Flughafens ein solches Konzept gefordert und 2015 Beschwerde eingereicht. Wie zuvor das Bundesverwaltungsgericht lehnt nun das Bundesgericht die Beschwerde ebenfalls ab.

Mit der vierten Ausbauetappe will der Flughafen den Linien- und Charterverkehr von der Kleinfliegerei trennen. Dafür sind im westlichen Bereich ein Rollweg, Flugzeug-Abstellflächen, ein Betriebsgebäude, Büros und Werkstätten geplant. Die Umweltverbände befürchten mehr Lärm. Mit dem Schallschutz wollten sie die Anwohner vor sogenannten Aufwachreaktionen durch Fluglärm und durch Industrie- und Gewerbelärm nachts und am Morgen schützen.

Investor sprang ab

Nach dem Gerichtsentscheid steht nun fest, dass die vierte Ausbauetappe gebaut werden kann. Noch unklar ist, wann der Ausbau realisiert und wie er finanziert wird. Der Flughafen sucht schon seit längerer Zeit Investoren. Im Februar, an der Hauptversammlung der Interessengemeinschaft Berner Luftverkehr, gab sich Beat Brechbühl, Verwaltungsratspräsident des Flughafens, noch sehr zuversichtlich: Eine Investorenlösung stehe kurz bevor.

Doch nun sieht die Sache anders aus: «Leider hat sich der ­damalige Interessent in letzter Minute zurückgezogen», erklärt Brechbühl. Einer von mehreren Gründen sei der «ungewisse Zeithorizont in der Beschwerdesache» gewesen. Dies sei übrigens bei vielen Investoren ein Thema: Jahrelange Verfahren wirkten abschreckend. «Das ist natürlich unschön.» Nun, da die Beschwerde ausgeräumt sei, werde der Flughafen die Kontakte aber wieder intensivieren.

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