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Oberamt See verwirft Rekurs

Das Oberamt des Seebezirks weist einen Rekurs von Bürgern aus ­Cressier rund um die ­Schulkreisfrage zurück.

Die Gemeinde Cressier tritt trotz Rekurs der Schulkonvention von Murten bei.
Die Gemeinde Cressier tritt trotz Rekurs der Schulkonvention von Murten bei.

31 Bürger aus Cressier hatten ­Rekurs beim Oberamt des See­bezirks eingereicht. Sie wehrten sich gegen den Entscheid ihres Gemeinderates, der Schulkonvention von Murten beizutreten. Nun hat das Oberamt den Rekurs zurückgewiesen. Dies ist einer Medienmitteilung des Gemeinderates von Cressier zu ent­nehmen.

Der Gemeinderat nehme den Entscheid des Oberamtes mit ­Befriedigung zur Kenntnis. Gemäss Gemeindegesetz sei es Sache des Gemeinderates, über einen ­Beitritt zu einem Schulkreis zu entscheiden, schreibt dieser. Der Gemeinderat von Cressier hatte die Primarschulkonvention von Murten im Ja­nuar unterschrieben. Mit dem Beitritt werden die französischsprachigen Klassen im Schulhaus von Cressier der französischen Direktion des Primarschulkreises Murten unterstellt.

Rund 140 Bürger hatten zuvor eine Petition mit der Forderung unterzeichnet, dass der Gemeinderat eine ausserordentliche Gemeindeversammlung einberuft. An dieser hätten die Beitrittsfrage und die Einreichung eines Gesuches um eine Ausnahmeregelung debattiert werden sollen.

Zu wenig Klassen

Auslöser für die Diskussion ist das neue Schulgesetz: Laut diesem weist der Schulkreis Cressier zu wenig Schulklassen auf. Das Gesetz schreibt mindestens acht Klassen vor; diese Vorgabe kann die Gemeinde nicht erfüllen. Der Gemeinderat hatte die Forderung der Petitionäre abgelehnt. Daraufhin gelangten der Initiant der Petition, Sébastien Berset, und weitere Bürger aus Cressier an das Oberamt. Zu dessen Entscheid konnte Berset am Dienstag auf Anfrage noch nicht Stellung nehmen. «Über allfällige weitere Schritte haben wir noch nicht entschieden», sagte er.

FN/emu

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