Olwo investiert kräftig

Worb

Das Sägewerk Olwo baut in Worb aus. Und mit dem Restholz, das im Betrieb anfällt, wird künftig ein Wärmeverbund betrieben.

Die Fernwärmezentrale wird mit Rinde und Restholz betrieben, die beim Sägen in der Olwo anfallen.

Die Fernwärmezentrale wird mit Rinde und Restholz betrieben, die beim Sägen in der Olwo anfallen.

(Bild: Beat Mathys)

Die Olwo AG ist das grösste Sägereiunternehmen im Kanton Bern und mit ihren 170 Mitarbeitenden eine der grössten Arbeitgeberinnen im Worblental. Nun nimmt die Firma ein Grossprojekt in Angriff: Am Hauptsitz in Worb wird für rund 3,5 Millionen Franken der bestehende Rundholzplatz erneuert.

Dieser Platz mit seinen technischen Anlagen ist die Drehscheibe der Sägerei: Hier werden die angelieferten, noch unbearbeiteten Baumstämme vermessen und beurteilt. Danach wird das Rundholz nach Qualität und Durchmesser sortiert und zwischengelagert, ehe es ins Sägewerk gelangt.

«Für uns ist das ein wichtiges Projekt», erklärt Olwo-Geschäftsführer Markus Lädrach. Der neue Platz erhöhe die Kapazitäten und mache die Produktion effizienter, sprich: Mit gleich vielen Angestellten kann mehr Holz verarbeitet werden. In der Produktion arbeitet rund ein Fünftel der Belegschaft.

Die restlichen Angestellten sind vor allem im Handel und in der Logistik tätig. Diese Bereiche sind in der Vergangenheit kontinuierlich gewachsen. Der Umbau des Rundholzplatzes startet in wenigen Tagen. Läuft alles nach Plan, geht die neue Anlage Anfang 2020 in Betrieb.

Neuer Wärmeverbund

Parallel dazu wird in Worb ein neuer Fernwärmeverbund gebaut. Die Wärmezentrale entsteht ebenfalls auf dem Firmenareal der Olwo, gebaut und betrieben wird sie von der BKW AEK Contracting. In einer ersten Etappe werden Schulhäuser, Verwaltungsgebäude der Gemeinde sowie Gewerbebetriebe und private Liegenschaften angeschlossen. Sie sollen schon im kommenden Winter Fernwärme beziehen können.

Die Heizkapazität der ersten Etappe reicht für umgerechnet 1700 Wohnungen, dadurch liessen sich über 700'000 Liter Heizöl einsparen, heisst es in einer Medienmitteilung. In späteren Etappen könnte die Kapazität mehr als verdoppelt werden – das Versorgungsgebiet soll ab 2020 sukzessive in Richtung Worb-Dorf, Worb-Ost und Rüfenacht vergrössert werden.

Geheizt wird mit Holz aus der Region. In der Olwo-Sägerei fallen nämlich grosse Mengen an Rinde und Restholz an, die künftig ohne Zwischentransport direkt auf dem Areal verfeuert werden können. Auch die Olwo selbst bezieht Wärme aus der Zentrale, zum Beispiel für die Holztrocknung.

Traditionelle Firma

Das Familienunternehmen Olwo wurde 1926 von Otto Lädrach gegründet. Heute wird die Firma in dritter Generation von vier Cousins geführt. Der Hauptsitz befindet sich im Worbboden, daneben umfasst die Olwo-Gruppe ein zweites Sägewerk in Erlenbach im Simmental sowie ein Hobelwerk in Stalden bei Konolfingen, wo unter anderem Täfer hergestellt wird. Von den insgesamt 170 Mitarbeitenden sind 130 in Worb stationiert, 25 in Erlenbach und etwa 15 in Stalden.

Berner Zeitung

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