Papiliorama schafft Platz für Vogelzucht

Kerzers/Laupen

Demnächst kommen im Papiliorama zwei neue Gewächshäuser zum Einsatz. Diese waren ein Geschenk der ehemaligen Laupner Gärtnerei «Blumen Klopfstein».

Zurzeit werden die Gewächshäuser direkt neben der grossen Kuppel des Papilioramas aufgebaut.

Zurzeit werden die Gewächshäuser direkt neben der grossen Kuppel des Papilioramas aufgebaut.

(Bild: zvg)

Sheila Matti

Blumen blühen an der Bösingenstrasse 8 schon länger keine mehr. Die Gewächshäuser der ehemaligen Gärtnerei Blumen Klopfstein sind verschwunden, die Parzelle liegt brach. Seinen Betrieb hat das Geschäft bereits im Juli 2017 eingestellt.

Was mit der Parzelle geschehen soll, wusste Inhaberin Therese Klopfstein schon damals: Gegenüber dieser Zeitung sprach sie von einem Mehrfamilienhaus, das von der Nerinvest AG aus Murten gebaut werden soll.

Auch heute sind diese Pläne noch aktuell, zurzeit liegt das Baugesuch für den Neubau öffentlich auf. Ein dreistöckiges Gebäude mit neun Wohneinheiten soll errichtet werden. Die Einsprachefrist läuft noch bis zum 11. November.

Aus drei wird zwei

Angefangen hat alles mit der Schliessung der Coop-Filiale, gleich gegenüber der Gärtnerei: 2015 zog der Supermarkt ins Ritz-Areal am anderen Ende des Dorfes. Zwei Jahre später fehlte es der Gärtnerei so sehr an Kundschaft, dass Therese Klopfstein ihr Geschäft schliessen musste.

Umso glücklicher ist sie, dass zumindest für die drei grossen Gewächshäuser eine Lösung gefunden werden konnte: In Zukunft werden diese beim Papiliorama in Kerzers zu stehen kommen. Ein Glückstreffer, so Klopfstein: «Die Organisation leistet einen wichtigen Beitrag, deshalb bin ich froh, dass ich sie unterstützen kann.»

«Wir sind sehr dankbar für das grosszügige Geschenk.»Korakot Christoph Jenni, Hauptplaner Papiliorama

Bereits 2017, als die Schliessung ihres Geschäfts absehbar wurde, habe sie die Gewächshäuser dem Papiliorama angeboten. «Sie halfen mir damals bei der Bestimmung einer seltenen Pflanze», erzählt sie, «an den Gewächshäusern hatten sie aber noch kein Interesse.»

Geändert hat sich dies im Rahmen des Projekts Papilio­rama 2030: In den kommenden Jahren soll das Areal in Kerzers um ganze elf Ausstellungsbereiche wachsen. Sozusagen als «Supplement» werden an einen davon die Gewächshäuser von Therese Klopfstein angehängt.

«Im vergangenen Sommer durften wir die drei Glasbauten in Laupen abbauen», erzählt Korakot Christoph Jenni, Hauptplaner des Papilioramas, «zurzeit sind wir daran, diese bei uns zu zwei grossen Häusern wieder zusammenzusetzen.»

1,2 Meter höher

«Wir sind Therese Klopfstein sehr dankbar für das grosszügige Geschenk», so Jenni. Im einen Teil werde man die hauseigene Pflanzenproduktion unterbringen, im anderen sollen künftig Vögel für die neuen Ausstellungen gezüchtet und aufgezogen werden. «Beide Bereiche werden für die Besucherinnen und Besucher zugänglich sein.»

Zurzeit ist das Papiliorama auf Hochtouren daran, die Gewächshäuser wieder aufzubauen. Damit auch die exotischen Bäume darin Platz finden, werden sie mittels Steinmauern um 1,2 Meter in die Höhe gehoben.

Wenn alles gut läuft, wird das multifunktionelle Gewächshaus im kommenden Frühjahr fertiggestellt – die Besucher müssen sich aber noch etwas gedulden. Zugang erhält man erst, wenn der angehängte Ausstellungsbereich eröffnet wird.

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