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Parteien suchen nach Gründen für Ablehnung der Berner Lohnvorlage

Nach dem Nein des Stadtberner Stimmvolks zu höheren Löhnen für Kaderangestellte der Verwaltung und für Gemeinderäte, suchen Parteien nach Gründen. Für die SP hat sich möglicherweise die Abzockerdebatte auf den Entscheid ausgewirkt.

Freude über die Ablehnung der Lohnvorlage zeigte FDP-Stadtrat Bernhard Eicher. In seinem Blog schreibt er, dass das Volk den links- grünen Politkern Augenmass gelehrt habe.
Freude über die Ablehnung der Lohnvorlage zeigte FDP-Stadtrat Bernhard Eicher. In seinem Blog schreibt er, dass das Volk den links- grünen Politkern Augenmass gelehrt habe.
Urs Baumann

Das im Zusammenhang mit der Abzockerinitiative spürbar gewordene Unbehagen der Bevölkerung gegenüber hohen Managerlöhnen habe möglicherweise eine Rolle gespielt, schreibt die Partei in ihrer Mitteilung vom Sonntag. Die Partei bedauert den Entscheid des Stimmvolks.

Die Grünliberalen sehen den Grund für die Ablehnung im «Päckli», das der Stadt- und der Gemeinderat geschnürt hätten. Den Stimmberechtigten seien nämlich die Lohnerhöhungen der Kaderangestellten und jene des Gemeinderates gemeinsam vorgelegt worden. So habe die umstrittene Lohnerhöhung für die Gemeinderäte die Lohnanpassungen für Kadermitarbeiter und die Erhöhung des Mindestlohnes zu Fall gebracht. Davor habe die Partei schon immer gewarnt. Die politisch kaum umstritten Erhöhung der tiefsten Löhne der städtischen Angestellten müsse weiter auf der Traktandenliste bleiben, fordert das Grüne Bündnis in einer Mitteilung.

Freude bei SVP und FDP

Freude über die Ablehnung der Lohnvorlage zeigte FDP-Stadtrat Bernhard Eicher. In seinem Blog schreibt er, dass das Volk den links- grünen Politkern Augenmass gelehrt habe.

Die SVP freute sich ebenfalls über die Ablehnung, denn die Vorlage sei «eine Mogelpackung» des Gemeinderats gewesen, schreibt die Partei in einer Mitteilung vom Sonntag. Lohnerhöhungen für Gemeinderäte sollten in der Stadt Bern nun endlich vom Tisch sein.

Die Grüne Partei Bern-Demokratische Alternative hatte sich im Vorfeld für eine Ablehnung der Vorlage stark gemacht. Die Partei zeigte sich am Sonntag entsprechend erleichtert über das Nein. Damit habe das Stimmvolk ein Zeichen gegen das zunehmende Auseinanderklaffen der Lohnschere zwischen oben und unten gesetzt.

SDA/jzu

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