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Perrenoud mildert DDR-Vorwurf ab

Dass er das Könizer Modell mit der DDR verglichen habe, sei kein Schuss in den Rücken, betont Regierungsrat Perrenoud.

Dass er das Könizer Modell mit der DDR verglichen habe, sei kein Schuss in den Rücken, betont Regierungsrat Perrenoud. Wie Köniz die Sozialinspektoren einsetze, erinnere «an den Schnüffelstaat, die DDR». Mit dieser Aussage hat Regierungsrat Philippe Perrenoud (SP) den Könizer Gemeinderat Ueli Studer (SVP) verärgert. Perrenoud nehme öffentlich Stellung, bevor die Pilotphase abgeschlossen sei. Köniz ist die einzige der vier Pilotgemeinden, bei welcher Inspektoren auch verdeckt ermitteln dürfen. «Ich wollte nicht in Ueli Studers Rücken schiessen, wir sitzen schliesslich im gleichen Boot», wehrt sich Perrenoud. Seine Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) hat das Pilotprojekt Sozialinspektoren lanciert, er hat neben der Berner, Bieler und Ittiger auch die Könizer Variante gutgeheissen. Er habe mit seiner Aussage im Fachmagazin «Zeso» nicht vorpreschen, sondern generell vor dem Misstrauen gegenüber der Sozialhilfe warnen wollen, sagt Perrenoud. Zur Klärung wolle er nun mit Ueli Studer das Gespräch suchen. Eine erste offizielle Stellungnahme zum Pilotprojekt stellt Perrenoud ab Ende Oktober in Aussicht. In einer Mitteilung taxiert die kantonale FDP Perrenouds Interview-Aussagen als «völlig deplatziert». Es gehe nicht an, dass sich ein Regierungsrat zu einer laufenden Evaluation äussere.

bz/kle

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