Post richtet in Ostermundigen ein regionales Paketzentrum ein

Ostermundigen

In Ostermundigen entsteht ein regionales Paketzentrum der Post. 5000 Pakete pro Stunde können dort ab dem nächsten Jahr sortiert werden. Voraussichtlich werden neue Arbeitsplätze geschaffen.

An der Milchstrasse in Ostermundigen entsteht ein neues Paketzentrum. Dafür investiert die Post investiert rund 8 Millionen Franken.

An der Milchstrasse in Ostermundigen entsteht ein neues Paketzentrum. Dafür investiert die Post investiert rund 8 Millionen Franken.

(Bild: Stefan Anderegg/Archiv)

Stephan Künzi

Letztes Jahr verabschiedete sich die Post aus dem Gebäude an der Milchstrasse 8 in Ostermundigen, nun kehrt sie zurück. Am Mittwoch kündigte sie an, dass sie ihr schweizweites Netz an Paketzentren ausbauen und dabei auch eine Niederlassung in Ostermundigen eröffnen wird. Genau dort eben, wo sie früher ihr Logistikzentrum für die Briefverarbeitung betrieben hat.

Ihren Schritt begründet die Post mit der Paketflut, die ihren Grund nicht zuletzt im boomenden Onlinehandel hat. In den letzten 25 Jahren sei die Menge um 25 Prozent auf die Rekordmarke von 138 Millionen Sendungen im vergangenen Jahr angeschwollen, hält sie in einer Mitteilung fest. Und begründet so, wieso sie zusätzlich auch in Cadenazzo TI, Untervaz GR und Vétroz VS neue regionale Paketzentren plant.

Weil Letztere neu gebaut und damit gezielt auf die Bedürfnisse der Paketlogistik ausgelegt werden können, verfügen sie über eine grössere Kapazität. Sie sind auf eine Menge von 8000 Paketen pro Stunde ausgelegt. Das Zentrum in Ostermundigen dagegen wird im gleichen Zeitraum nur 5000 Pakete schaffen. Auf der vorgegebenen Fläche in einem bestehenden Gebäude liessen sich die Abläufe nicht ganz so optimal planen wie in einem Neubau, schreibt die Post auf Nachfrage.

Neue Arbeitsplätze

Rund 8 Millionen Franken will die Post allein in das Paketzentrum Ostermundigen investieren. Sie stellt auch neue Arbeitsplätze in Aussicht, wobei sie sich auf eine genaue Zahl noch nicht festlegen will. Nichtsdestotrotz wertet sie ihr Engagement als Bekenntnis zur Region und zum Kanton Bern.

Vom Wegzug im letzten Jahr waren alles in allem 98 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen. Sie wechselten zum Beispiel ins Briefzentrum Härkingen oder auch in die Briefzustellstelle ein paar Hausnummern weiter in Ostermundigen – letztlich sei für alle ein Lösung gefunden worden, hält die Post weiter fest. In Einzelfällen sei auch der Sozialplan zum Greifen gekommen, wobei man damit zum Teil dem Wunsch der Betroffenen entsprochen habe.

Berner Zeitung

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