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Private «Abfallentsorgung» belastet Umwelt stark

Im Kanton Bern werden nach Schätzungen von Fachleuten jedes Jahr bis zu 7000 Tonnen brennbare Abfälle illegal entsorgt, die meisten davon in privaten Holzfeuerungen.

Auch das Littering im öffentlichen Raum ist ein Problem.

Der illegal verbrannte Kehricht macht zwar nur rund zwei Prozent aller Abfälle aus, ist aber für rund 40 Prozent der Dioxin- Emissionen verantwortlich. Dies ist so, weil beim privaten Feuer die Schadstoffe nicht herausgefiltert werden. In einer Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) ist der Dioxin-Ausstoss beispielsweise tausendmal geringer.

Kleinere Verbrennungen in Cheminés, Gärten und in Holzfässern sind noch relativ verbreitet, wie Jacques Ganguin, Leiter des Amts für Abfallwirtschaft beim kantonalen Gewässerschutzamt (GSA), sagte. Abgenommen hätten allerdings die systematischen Verbrennungen von Baustellenabfällen.

Unternehmen, die ihren Abfall nicht rechtmässig entsorgen, schaden der Umwelt. Sie tun dies, um sich einen Konkurrenzvorteil zu schaffen und sich die Entsorgungsgebühren zu sparen.

Der Kanton Bern ist seit den 1990-er Jahren mit Kampagnen wie «Pfui Tüfu» gegen die Unart des illegalen Verbrennens vorgegangen.

In jüngster Zeit hat sich das Phänomen des Littering ausgebreitet - das Zurücklassen von Abfällen im öffentlichen Raum. Die Stadt Bern versucht dem Littering mit vermehrter Reinigung, Plakaten und Bussen im Rahmen der Kampagne «Subers Bärn - zäme geits» beizukommen.

(SDA)

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