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Proteste gegen Blocher

Christoph Blocher referiert am Sonntag in Münsigen über drei «Aaretaler Persönlichkeiten». Dagegen wehren sich Münsinger Lokalhistoriker und Berner Aktivisten.

Christoph Blocher scheidet die Geister.
Christoph Blocher scheidet die Geister.
Keystone

«Berner Geschichte – made in Herrliberg» titelt Albert Kündig ein Protestschreiben gegen den Vortrag von Christoph Blocher, das nebst ihm vier weitere Münsinger unterzeichnet haben. Sie waren bei der 2010 publizierten Ortsgeschichte stark engagiert.

Dass der ehemalige SVP-Bundesrat mit Magdalena Nägeli und Christoph von Graffenried zwei Angehörige des Ancien Régime als verdienstvolle Vorfahren präsentieren wolle, findet Kündig geradezu paradox, ging doch der Sturz dieses Régimes 1831 von einem Volkstag in Münsingen aus. Erstaunlich sei auch, dass Blocher den Schriftsteller Friedrich Glauser auch zu den verdienstvollen Personen zähle. «Gerade Glauser, der in seinen gesellschaftskritischen Romanen die Scheinheiligkeit der Herrschenden anprangerte», empört sich der 77-Jährige.

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