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Raubkunst: Rückgabe im Januar

Nach einigen Verzögerungen sollen Anfang Jahr drei Raubkunstwerke aus der Gurlitt-Sammlung zurückgegeben werden. In einem vierten Fall – Pissarros «Le Louvre, matin» – haben sich noch keine Erben gemeldet.

Das Berner Kunstmuseum kann die Gurlitt-Werke ausstellen: Das Oberlandesgericht in München hält den 2014 verstorbenen Kunstsammler Cornelius Gurlitt für testierfähig, wie es am 15.12.2016 mitteilte.
Das Berner Kunstmuseum kann die Gurlitt-Werke ausstellen: Das Oberlandesgericht in München hält den 2014 verstorbenen Kunstsammler Cornelius Gurlitt für testierfähig, wie es am 15.12.2016 mitteilte.
Urs Baumann
Im Fall des Werkes «Le Louvre, matin» (1902) von Camille Pissarro haben sich noch keine Erben gemeldet.
Im Fall des Werkes «Le Louvre, matin» (1902) von Camille Pissarro haben sich noch keine Erben gemeldet.
zvg
...sowie von Marc Chagall lagerten neben Müll in der Wohnung von Cornelius Gurlitt.
...sowie von Marc Chagall lagerten neben Müll in der Wohnung von Cornelius Gurlitt.
Keystone
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Seit Monaten ist von der Rückgabe von Raubkunstwerken aus der Sammlung Gurlitt die Rede. Zu einer Restitution ist es aber nie gekommen – auch nicht nach der Annahme der Erbschaft durch das Kunstmuseum im November. Nun wächst die Ungeduld.

«Es ist keine Zeit zu verlieren», titelte die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (FAZ) jüngst und zitierte den Anwalt der Erben, die das Gemälde «Sitzende Frau» von Matisse zurückverlangen: «Deutschland muss die Bürokratie erfunden haben.» An der Auseinandersetzung um das Testament könne es nicht liegen, so die FAZ. Gurlitts Verwandte, die das Testament angefochten haben, liessen mitteilen, die Familie könne sich nicht erklären, «warum die entsprechenden Gemälde noch nicht restituiert sind».

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