Rosshäuserntunnel: unter «falschem Etikett» gebaut

Der Direktor des Bundesamts für Verkehr, Peter Füglistaler, sagte am Samstag bei der Eröffnung des Rosshäuserntunnels, eigentlich sei der Tunnel «unter falschem Etikett» gebaut worden.

Peter Füglistaler sagte, er schätze den Tunnel trotz seiner Aussage sehr.<p class='credit'>(Bild: Keystone)</p>

Peter Füglistaler sagte, er schätze den Tunnel trotz seiner Aussage sehr.

(Bild: Keystone)

Wurde der Rosshäuserntunnel unter «falschem Etikett» gebaut? Dieser Meinung ist Peter Füglistaler, Direktor der Bundesamts für Verkehr (BAV). Er sagte dies am Samstag anlässlich der Eröffnung des Tunnels.

Der Bund habe nämlich seinerzeit einen Beitrag von 100 Millionen Franken an die Baukosten unter dem Titel «Hochgeschwindigkeitsverkehr» bewilligt. Früher gehörte ja die Linie Bern-Neuenburg noch zum TGV-Netz. Dieser «Etikettenschwindel» sei dem damaligen rechtlichen Rahmen geschuldet.

Er schätze aber das Bauwerk als Beitrag zur Bewältigung der zunehmenden Mobilität auf der Linie Bern-Neuenburg-La Chaux-de- Fonds sehr, sagte Füglistaler weiter. Der Tunnel sei nützlich für den S-Bahn- und den innerschweizerischen Fernverkehr - «und da liegen ohnehin die Prioritäten der Schweizer Verkehrspolitik.»

Linie künftig bei SBB

Bei der Vergabe der Fernverkehrskonzessionen ab Ende 2019 hat das BAV der SBB die Linie Bern-Neuenburg-La Chaux-de-Fonds zugesprochen. Heute wird die Linie noch von der BLS betrieben. Füglistaler sagte, persönlich würde er es begrüssen, wenn sich SBB und BLS für einen Betriebsvertrag finden und die BLS im Auftrag der SBB die Strecke betreiben könnte.

flo/sda

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt