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Rüge wegen Beamtenfest

Stadtpräsident Alec von Graffenried rügte die städtische Kultursekretärin Veronica Schaller wegen der teuren Veranstaltung zum Abschied ihres Stellvertreters.

Die Beamtenparty gibt weiter zu reden: Der Stadtpräsident rügte die Kultursekretärin.
Die Beamtenparty gibt weiter zu reden: Der Stadtpräsident rügte die Kultursekretärin.
Max Spring

Das Kulturfest von Ende Januar in der Dampfzentrale gibt weiter zu reden.

Die Abschiedsparty für einen pensionierten Kadermann von Kultur Stadt Bern, später von der Stadt zum «Vernetzungs­anlass» umgedeutet und schliesslich als «Beamtenparty» öffentlich verhandelt, verschlang 26 000 Franken. Allein 14 000 Franken gingen an Züri West. Hätte Kultur­sekretärin Veronica Schaller davon nicht 4000 Franken privat bezahlt, hätten die Festkosten mehr als 30 000 Franken betragen.

Diese Details machte SVP-Stadtrat Henri Beuchat, der die Akten eingesehen hat, am Freitag publik. Während Schaller und Stadtpräsident Alec von Graffenried (GFL) danach für diese ­Zeitung nicht mehr erreichbar ­waren, räumte von Graffenried gegenüber dem «Bund» Fehler ein.

Im November 2017 habe er mit Schaller vereinbart, dass die Kosten für das Fest nicht über 7500 Franken liegen dürften. Die Missachtung dieser Vorgabe sei für ihn «inakzeptabel», so von Graffenried. «Das darf nicht wieder vorkommen.» Umgehend habe der Gemeinderat verwaltungsintern an die Regeln für Personalfeste erinnert, zitiert der «Bund» den Stapi weiter. Schaller selber habe er «eine schriftliche Rü­ge erteilt» – was gemäss städtischem Personalreglement keine disziplinarrechtliche Massnahme ist.

Ende Januar 2019 geht auch Schaller in Pension. Ihre Stelle ist derzeit ausgeschrieben. Gesucht wird gemäss Inserat eine Person «mit Fingerspitzengefühl für ­anspruchsvolle Verhandlungen, hoher Integrationsfähigkeit und offener Kommunikation».

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