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Schäferei löste Diskussion aus

Für die Abgabe von Bauland in der Schäferei in Zollikofen werden den Stimmberechtigten die Varianten Verkauf und Baurecht unterbreitet. Das Parlament hat dem zugestimmt – aber erst nach längerer Diskussion.

Das Baugebiet Schäferei: Das Stimmvolk kann über Verkauf oder Baurechtsabgabe entscheiden.
Das Baugebiet Schäferei: Das Stimmvolk kann über Verkauf oder Baurechtsabgabe entscheiden.
Beat Mathys

Am Mittwoch hat eines der grössten Wohnbauprojekte in Zollikofen die zweitletzte Hürde genommen. Das Parlament hiess die Abstimmungsvorlage zur Überbauung des Schäferei-Areals gut – nach intensiver Diskussion.

Nein bei erster Abstimmung

Auf dem Land, das teils im Besitz der Gemeinde, teils in Privatbesitz ist, sollen 100 Wohnungen entstehen. Das Geschäft kam schon vor anderthalb Jahren zur Abstimmung und war damals umstritten. Die planerischen Vorschriften wurden an der Urne knapp gutgeheissen. Doch zum geplanten Verkauf des Landes, das der Gemeinde gehört, sagten die Zollikofer knapp Nein. Die Gegner hatten eine Abgabe im Baurecht gefordert.

Verkauf oder Baurecht

Jetzt legt der Gemeinderat den Landhandel nochmals vor, die Abstimmung findet am 12. Februar statt. Vorgeschlagen wird eine Variantenabstimmung. Variante 1: Verkauf des gesamten Gemeindelandes. Variante 2: Verkauf nur des Sektors, der zusammen mit dem angrenzenden Privatland überbaut wird. Im Sektor, wo die Gemeinde alleinige Besitzerin ist, soll das Land im Baurecht abgegeben werden.

Im Parlament gab das Geschäft am Mittwochabend viel zu reden. Es dauerte anderthalb Stunden, bis es zur Abstimmung kam. Die Diskussion drehte sich einerseits ­darum, ob eine Variantenabstimmung sinnvoll sei. Die SP be­antragte, den Stimmberechtigten nur einen Vorschlag zu unterbreiten. Sie zog diesen Antrag später aber zurück.

Kritisiert wurde andererseits, dass ein Teil des Landes verkauft werden soll. Mehrere Votanten plädierten für die Baurechtsabgabe in beiden Sektoren. Gemeindepräsident Daniel Bichsel (SVP) gab zu bedenken, dass es dann im gemeinsamen Sektor zu komplizierten Vertragsverhältnissen käme. Am Schluss setzte sich die Meinung durch, dass das Volk entscheiden solle. In der Empfehlung zuhanden der Stimm­berechtigten wird aber stehen, dass das Parlament die Verkaufsvariante mit 20 zu 18 Stimmen abgelehnt hat.

hrh

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