Zum Hauptinhalt springen

Schatzsucher stehen Schlange

Eine Truhe voller Überraschungen wartet beim Dählhölzli auf erfolgreiche Rätsellöser: Zum fünften Mal findet dieses Jahr die Schatzsuche der Berner Zeitung statt. Dabei halten sich aber nichtalle an die Regeln.

Erfolgreiche Schatzsucher werden für ihren Effort belohnt.
Erfolgreiche Schatzsucher werden für ihren Effort belohnt.
Andreas Blatter
1 / 1

Seit zwei Wochen pilgern die Bernerinnen und Berner ins Dählhölzli. Für einmal ist es aber nicht nur der Tierpark, der sie anzieht. Auch die hölzerne Schatzkiste, die zwischen Eingang und Flamingoteich steht, sorgt für Andrang. Eine Familie nach der anderen strömt herbei, versucht das Zahlenschloss zu knacken, um anschliessend in der massiven Truhe herumzuwühlen.

Auf erfolgreiche Schatzsucher wartet ein Sammelsurium an Belohnungen: Pflaster, Memories oder ­Güezi lassen Kinderherzen höherschlagen. Zum fünften Mal findet dieses Jahr die Schatzsuche der Berner Zeitung statt. Fünf verschiedene Strecken laden noch bis zum 12. August zum Spazieren und Rätsellösen ein. Für viele Familien gehört die Wanderung mit Zusatz bereits zum fixen Sommerferienprogramm. Für Priska Münger hingegen ist die Schatzsuche etwas Neues: Die Leiterin des Dählhölzli-Kassenteams ist dafür zuständig, dass die Belohnungstruhe am Ende der Stadtwanderung stets gut gefüllt ist.

Besonders an schönen Tagen könne das Auffüllen der Schatztruhe zur Daueraufgabe werden, erzählt Münger: «Wenn das ­Wetter stimmt, erscheinen die Schatzsucher scharenweise und müssen sogar Schlange stehen. Dann ist die Truhe innerhalb einer Stunde leer geräumt.» Noch lagern im Hinterzimmer des Tierparks genug Kisten mit Nachschub. Die Preise sind aber pro Route beschränkt; wenn der Ansturm weiter anhält, könnten späte Schatzsucher durchaus leer ausgehen.

Zerkratzte Jahreszahl

Auch an ruhigeren Tagen müssen die Angestellten des Tierparks ein wachsames Auge auf die Schatztruhe werfen. Es käme nämlich immer wieder vor, dass sich auch Nichtschatzsucher aus der offen stehenden Truhe bedienen würden. Man habe das Problem aber schnell erkannt und entsprechende Vorkehrungen getroffen, erklärt Münger: Neu klebt sowohl aussen als auch innen am Truhendeckel ein Schild mit der Aufschrift: «Der Schatz ist nur für Schatzsucher!»

Auch in anderer Hinsicht halten sich nicht alle Berner Schatzsucher an die Regeln. Einer der eintreffenden Familienväter beschwert sich etwa über einen demolierten Posten: Die Schatzsucher müssen herausfinden, wann die Untertorbrücke beim Bärenpark gebaut wurde. Die darin eingravierte Jahreszahl wurde jedoch so zerkratzt, dass man sie nicht mehr entziffern kann. «Zum Glück hat jemand die korrekte Zahl mit schwarzem Filzstift darüber geschrieben», erzählt der Berner.

Gescheitert sei an der fehlenden Jahreszahl aber niemand. Die Mitarbeiter des Tierparks dürfen nämlich jenen Schatzsuchern, die sich verrechnet haben, auf die Sprünge helfen. «Das war bisher aber nur selten nötig», zieht Münger ein Fazit, «die meisten Familien absolvieren die Schatzsuche mit Bravour.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch